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Internationale Energieagentur mahnt Richtungswechsel in Energiepolitik an
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat in ihrem World Energy Outlook 2011 die Regierungen in aller Welt zur Kehrtwende in der Energiepolitik aufgerufen.
Laut Bericht ist der weltweite CO2-Ausstoß im Jahr 2010 auf ein Rekordniveau gestiegen. Der Bedarf an Primärenergie werde in den Jahren zwischen 2010 und 2035 um ein Drittel steigen. 90 Prozent der Steigerung komme aus nicht OECD-Ländern. Allein China werde im Jahr 2035 um 70 Prozent mehr Energie verbrauchen als die USA. Der Anteil erneuerbarer Energien werde im selben Zeitraum jedoch nur von 13 auf 18 Prozent steigen.
Der Ölpreis bleibt laut IEA-Prognose hoch. Die Nachfrage werde von 87 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2010 auf 99 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2035 steigen.
Die Erzeugung von Atomstrom werde bis 2035 weltweit um 70 Prozent zunehmen. Würde die Atomstrom-Produktion halbiert, so ein Szenario der IEA, würden hingegen die erneuerbaren Energien boomen. Die Importkosten würden jedoch steigen, die Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit größer und der Kampf gegen den Klimawandel härter werden.
- Der World Energy Outlook der IEA