Private Wohneigentümer müssen bei energetischer Modernisierung unterstützt werden


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Der Bauherren-Schutzbund e.V. und der Verband Wohneigentum e.V. haben zusammen mit dem Institut für Bauforschung e.V. Hannover die Meinungen und Einstellungen privater Hauseigentümer untersucht. Ergebnis der bundesweiten Umfrage unter 1.270 Teilnehmern zu den Themen Energiesparen, Energieberatung und Gebäudemodernisierung ist unter anderem der Wunsch der Immobilienbesitzer nach mehr staatlicher Unterstützung bei der energetischen Sanierung.

So ist laut der Umfrage die Bereitschaft zur energetischen Verbesserung des Gebäudestandards vorhanden. Derzeit sind lediglich knapp drei Prozent der Gebäude bereits energieoptimiert. Energetische Einsparpotenziale werden zum Großteil in den Außenbauteilen der Gebäudehülle, in Fenstern, Türen und dem Dach gesehen, während innenliegende Bauteile wie oberste Geschossdecke oder Kellerdecke weniger im Blickfeld liegen. Derzeit werden bereits von einem Viertel der Befragten regenerative Energieträger eingesetzt, zum Großteil in Kombination mit fossilen Brennstoffen.

Viele Hauseigentümer planen innerhalb der nächsten drei Jahre weitere Investitionen in erheblichem Wertumfang für die energetische Modernisierung, neben Verbesserungen der Außenhülle geraten die Heizanlage und der Einsatz von Solartechnik in den Blick. Folgende Prioritäten der Modernisierungsziele (Mehrfachnennungen waren möglich) nannten die Wohneigentümer: Einsparung von Energiekosten: 77 Prozent, Energieeinsparung für verbesserten Klimaschutz: 46 Prozent und Wertsteigerung: 36 Prozent.

Die Umfrage zeigte außerdem, dass es erhebliche Informationsdefizite gibt: So haben nur 12 Prozent der Befragten eine Energieberatung in Anspruch genommen; 70 Prozent planen dies auch nicht. Aber fast jeder zweite Eigentümer wünscht sich eine unabhängige technische Beratung. 

Auffallend sei, dass KfW-Kredite und -Zuschüsse nur in geringem Maße wahrgenommen wurden. Die Ursache dafür ist unter anderem, dass die Hälfte der Befragten die Maßnahmen in mehreren Abschnitten durchgeführt hat und nicht auf einmal, wie es die Förderung verlangt. Zwei Drittel der Befragten halten die Ausweitung staatlicher Zuschüsse für erforderlich. Über 60 Prozent sprechen sich für direkte Zuschüsse aus, für verbilligte Kredite knapp 30 Prozent. Für 41 Prozent der Wohneigentümer haben zusätzliche steuerliche Anreize bei der energetischen Modernisierung selbstgenutzten Wohneigentums einen besonders hohen Stellenwert.