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„Besser als ein Neubau“ – Sanierungsprojekt des Monats: Ein nachhaltig saniertes Stadthaus in Köln
Ein gelungenes Beispiel für die Sanierung von Stadthäusern nach energieeffizienten Kriterien ist in einer Kölner Seitenstraße zu finden.
Aus einem für seine Bauzeit typischen Reihenhaus der 20er Jahre in Köln machten die Eigentümer nach 50 Jahren Modernisierungsstau ein Musterexemplar für zeitgemäße Energieausnutzung.
Für das 1929 errichtete Haus mit 162m² Wohnfläche standen schon lange umfassende Sanierungen an, die nun nachhaltig und mit einer erheblichen Verbesserung der Energieeffizienz ausgeführt werden sollten. Neben Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach, Kellerdecke) wurde vor allem auf eine zukunftsfähige Haustechnik Wert gelegt.
Im Rahmen des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wurde damit der Primärenergiebedarf von 206,7 kWh/m²a auf 57 kWh/m²a gesenkt. Es wurde eine Primärenergieeinsparung von 73 % erreicht und der CO2 Ausstoß um 11 Tonnen pro Jahr verringert.
Zu dem niedrigen Energieverbrauch und ganztägig frischer Raumluft trägt auch die Lüftungsanlage bei. Diese arbeitet auf Basis eines modernen Enthalpierückgewinners. Dieser optimiert die Wärmerückgewinnung zusätzlich über eine Feuchterückgewinnung. Der Abluft wird die Wärme und zugleich die Feuchte (Wasserdampfmoleküle) entzogen und über einen Wärmetauscher und eine so genannte Sorptionsschicht der Zuluft wieder zugeführt. Das Verfahren gilt als sehr energieeffizient und hygienisch. Auf zusätzliche Maßnahmen im Lüftungsgerät zur Enteisung und Raumluftbefeuchtung kann verzichtet werden. Die zudem durch Pollenfilter gereinigte Frischluft wird von den Bewohnern als sehr angenehm empfunden und als Wohnqualität hervorgehoben.
Folgende Maßnahmen wurden während der Modernisierung umgesetzt, um die energetischen Ziele zu erreichen:
- Fassadendämmung als Wärmedämmverbundsystem, Mineralfaser in 14 cm Stärke (WLG 040)
- Dämmung der Kellerdecke mit 8 cm Unterdeckendämmung (WLG 035)
- Dachdämmung als Zwischensparrendämmung mit 18 cm Mineralfaser (WLG 035)
- Fenster mit 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
- Lüftungsanlage mit 84 % Wärmerückgewinnung
- Solarthermie als Flachkollektor zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
- Einbau einer Gasheizung mit Brennwerttechnik (9 kW)
Die Bewohner, ein Ehepaar mit Kind, freuen sich, dass kalte Wände und Zugluft der Vergangenheit angehören. Die ökologisch wie optisch ansprechende Sanierung erzeugt nicht nur in der Nachbarschaft eine große Aufmerksamkeit.
Weitere Informationen sind unter der Rubrik „Projekte” auf der Homepage www.zukunft-haus.info zu finden.





