Europaparlament stimmt für energieneutrale Gebäude bis 2019

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments stimmten für einen Kommissionsvorschlag zur Änderung der Gebäudeeffizienzrichtlinie der vorsieht, dass Neubauten in der EU ab dem 31. Dezember 2018 nicht mehr Energie verbrauchen dürfen, als in ihnen produziert wird.

Erreicht werden soll das z.B. durch Solaranlagen oder Erdwärmepumpen. Weiterhin soll die Gebäude-Effizienzrichtlinie auch auf kleinere Häuser, Neubauten oder umfangreich renovierte Gebäude ausgedehnt werden, da sie bislang nur Gebäude über 1.000 Quadratmetern betrifft.
Mit der überarbeiteten Richtlinie will die EU-Kommission den Energieverbrauch innerhalb der EU bis 2020 um 5 bis 6 Prozent senken und damit rund 5 Prozent Kohlendioxid-Emissionen vermeiden.

Der EP-Ausschuss fordert für das nächste Jahr konkrete Vorschläge für neue Förderprogramme. Weiterhin hat der Ausschuss eine Reduzierung der Mehrwertsteuer für Produkte und Dienstleistungen für Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Gebäuden angeregt.

Der Beschluss des EP wurde von der Deutschen Wohnungswirtschaft kritisch aufgenommen. "Bezahlbare Null-Energie-Gebäude bereits ab dem Jahr 2019 sind illusorisch." kommentiert der Vorsitzende der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann den Beschluss.
Begründet wird dies damit, dass eine solche technische Aufrüstung zu vertretbaren Kosten und Mietbelastungen bis 2019 nicht möglich sei.