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„Besser als ein Neubau” – Sanierungsprojekt des Monats in München
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Eine denkmalgeschützte Siedlung der 50er Jahre in München wurde energieeffizient saniert und ist damit Preisträger im Wettbewerb „Effizienzhaus – Energieeffizienz und gute Architektur“ in der Kategorie „Denkmal“ geworden.
Der 1954 errichtete, denkmalgeschützte Zeilenbau mit 3.059 m² Wohnfläche und 42 Wohneinheiten ist Teil einer größeren Siedlung, die als Siemens-Werkswohnungen vom Architekten Emil Freymuth errichtet wurde. Es standen umfassende Sanierungen an, die unter energetischen Kriterien auch langfristig und nachhaltig ausgeführt werden sollten. Zusammen mit den Denkmalschutzbehörden konnte eine Rückführung der Gebäude auf den Gestaltungsduktus der 50er Jahre erreicht werden. Dabei wurden die Belange des Denkmalschutzes mit der energetischen Sanierung unter Berücksichtigung der bauphysikalischen und bautechnischen Erfordernisse vorbildlich in Einklang gebracht.
Im Rahmen des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wurde damit der Primärenergiebedarf von 60,9 auf 10,9 kWh/m²a gesenkt. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2007 für Neubauten wurden um 50 Prozent unterschritten. Damit liegt der Primärenergiebedarf um 82 Prozent unter den Anforderungswerten der EnEV und der CO2-Ausstoß konnte um 63 Tonnen pro Jahr verringert werden. Da das Gebäude vor wie nach der Sanierung mit Fernwärme beheizt wird, fällt die Senkung des Endenergiebedarfs von 138,8 auf 53,4 kWh/m²a noch deutlicher aus. Dies wurde durch eine gut gedämmte Hülle (Wände, Fenster, Dach, Kellerdecke) mit einem Transmissionswärmeverlust von 0,32 W/m²K und zukunftsfähiger Haustechnik erreicht. Für ganztägig frische Raumluft sorgt die zentrale Abluftanlage.
Es wurde ein Farbkonzept der Siedlung nach Fotos aus der Entstehungszeit und den Originalplänen erstellt und der Sanierung zugrunde gelegt. Ein wichtiges Gestaltungselement sind die zweifarbigen Fenster mit schlanken Profilen. Durch die Fassadendämmung verschmälerte sich der Dachüberstand. Um das Originalmaß von 50 cm wieder herzustellen wurde der Dachüberstand verlängert und so die ursprüngliche schlanke Ansicht wieder hergestellt.
Folgende Maßnahmen wurden während der Modernisierung umgesetzt, um die energetischen Ziele zu erreichen:
- Außendämmung, Hartschaumplatten in 15 cm Stärke (WLG 035)
- Dämmung der Kellerdecke mit 6-14 cm Hartschaumplatten (WLG 035)
- Dachdämmung mit 26 cm Mineralfaser (WLG 035)
- Fenster mit 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung und gedämmtem Holzrahmen mit einem UW-Wert von 1,1 W/(m²K)
- Dezentrale Lüftungsanlage mit mind. 80 Prozent Wärmerückgewinnung
- Heizung und Warmwasser: Fernwärme



