Energieministerrat diskutiert zukünftige EU-Energieeffizienzpolitik

Im Rahmen der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Schweden kam der EU-Energieministerrat zu einem informellen Treffen im schwedischen Åre zusammen. Das Treffen diente Konsultationen zur zukünftigen Energieeffizienzpolitik.

Energieeffizienz ist das energiepolitisch beherrschende Thema der schwedischen Ratspräsidentschaft. Noch im 2. Halbjahr 2009 stehen Verhandlungen zur Gebäudeeffizienzrichtlinie und Energieverbrauchskennzeichnungsrichtlinie an.

Die Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden soll insbesondere dahingehend überarbeitet werden, die energetischen Anforderungen an Gebäude europaweit zu erhöhen und den Anwendungsbereich auf alle Gebäude, die neu gebaut oder grundlegend renoviert werden, auszudehnen.

Neben den konkreten Richtlinien stand auch des allgemeine EU-Effizienzziel auf dem Programm: die EU hatte den Plan vorgestellt den Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Damit soll die Abhängigkeit von Energieimporten um 100 Mrd. Euro jährlich und die Emission von CO2 um 780 Mio. Tonnen reduziert werden. Energiekommissar Andris Piebalgs wurde aufgefordert, Vorschläge für ein verbindliches 20-Prozent-Ziel für die Kommission vorzubereiten, um diese in den Aktionsplan für Energieeffizienz, welchen die EU-Kommission gegen Ende November einbringen möchte, aufzunehmen.

  • Die Meldung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.