WWF: 95 Prozent weniger Treibhausgase bis 2050 möglich

Die von der WWF Umweltstiftung Deutschland beauftragte Studie „Modell Deutschland“ zeigt konkrete Wege, wie die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 im um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden können. Erstellt wurde sie von derPrognos AG, dem Öko-Institut und dem Energiewissenschaftler Dr. Ziesing.

Neben einer massiven Steigerung der Energieeffizienz komme den erneuerbaren Energien eine herausragende Rolle zu, heißt es in der Studie. Sie könnten 83 Prozent der Stromerzeugung bis 2050 ausmachen. Dafür notwendig seien intelligente Stromnetze, massiv ausgebaute Speicherkapazitäten sowie neue Marktregeln. Wichtig seien sie auch für den Verkehrssektor, da bis 2050 zu 80 Prozent Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs seien.

Selbst eine ambitionierte Weiterführung der bisherigen deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik führe bestenfalls zu einer Reduzierung um 45 Prozent bis 2050. Nötig seien dagegen gezielte Investitionen und Förderungen von Innovationen in sämtlichen Bereichen. Zentrale Handlungsfelder seien die Stromerzeugung, der Gebäudesektor, der Straßenverkehr sowie die Industrie, außerdem Landwirtschaft und Landnutzung. Die Mehrkosten für eine 95-Prozent-Reduktion des CO2-Ausstoßes von derzeit 11 t auf 0,3 t pro Kopf lägen bei durchschnittlich 0,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

  • Die Meldung und die Kurz- und Langfassung der Studie „Modell Deutschland. Klimaschutz bis 2050: Vom Ziel her denken“.