Studie: Klimafolgen zum Teil schon vor 2050 unumkehrbar

Die Studie „Tipping Points“ (Kipp-Punkte) der Allianz SE und der Umweltstiftung WWF kommt zu dem Ergebnis, dass einzelne Folgen des Klimawandels in zahlreichen Regionen bereits vor 2050 unumkehrbar sein und den weiteren Wandel zusätzlich verstärken könnten.

Dazu zählen die Eisschmelze an den Polen, die Trockenheit in Kalifornien, die Veränderungen des Sommermonsuns in Indien und das Waldsterben am Amazonas. Die Schäden würden mehrere Billionen US-Dollar kosten.

So könnte das Abschmelzen der Polkappen bereits vor 2050 zu einem Meeresspiegelanstieg von einem halben Meter führen und dadurch in den 136 Küstenstädten mit mehr als einer Million Einwohner Vermögenswerte von über 28 Billionen US-Dollar gefährden.

Laut Studie werden Dürren im Südwesten der USA spätestens ab Mitte des Jahrhunderts das regionale Klima bestimmen und weitreichende Folgen für die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und die Wälder haben. Veränderungen im indischen Sommermonsun könnten zunehmende Dürren und Trockenheit auslösen und die Existenz von über 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Indien gefährden, die von der Landwirtschaft abhängig sind. Bei einer Temperaturerhöhung von 2° Celsius sei ein Verlust von rund 1,6 Millionen Quadratkilometer Regenwald zu erwarten.