Erste nordrhein-westfälische Klimaschutzsiedlung entsteht im Ruhrgebiet

In Gelsenkirchen soll die erste von „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ entstehen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte dieses Projekt im Oktober gestartet mit dem Ziel, die wärmebedingten CO2-Emmissionen in bestehenden und neugebauten Wohnsiedlungen konsequent zu reduzieren.

Nach den Plänen des Architekten Helmut Mohr sollen die Gebäude in Sichtweite des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen, einem Zentrum für erneuerbare Energien, errichtet werden. Insgesamt sollen 4 viergeschossige Gebäude mit 56 barrierefreien Wohneinheiten zwischen 45 und 82 m² im Passivhausstandard entstehen. Geheizt werden soll durch solarthermische Anlagen in Kombination mit einer Gasbrennwerttherme. Die erzeugte Wärme soll durch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung möglichst lange im stark gedämmten Gebäude gehalten werden. Zur Stromerzeugung werden zudem Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern installiert. Die Werte der aktuellen Energieeinsparverordnung sollen so um mehr als die Hälfte unterschritten werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2010.

Die Landesregierung unterstützt die geplanten energiesparenden Maßnahmen mit insgesamt über 210.000 Euro. Die Fördermittel stammen aus dem Programm „progres.nrw“, mit dem die rationelle Energieverwendung, regenerative Energien sowie das Energiesparen weiter vorangetrieben werden sollen.