Nürnberg verschärft energetische Baustandards

Nürnberg hat neue energetische Standards bei städtischen Hochbaumaßnahmen beschlossen. Ziel ist es, energieeffizientes und nachhaltiges Bauen zu fördern und u.a. den Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix bis 2020 um ein Fünftel zu erhöhen.

Die Vorgaben betreffen alle stadteigenen Gebäude, Einrichtungen und betriebstechnischen Anlagen der städtischen Ämter und Eigenbetriebe und gelten für Neubauten und Bestandssanierungen. So sollen Neubauten grundsätzlich im Passivhausstandard errichtet werden und sich nach dem aktuellen Passivhaus-Projektierungspaket des Passivhaus-Instituts Darmstadt richten.

Für Sanierungen im Gebäudebestand wurden für einzelne Bauteile Wärmedurchgangskoeffizienten als Obergrenzen definiert, die im Schnitt um 20 Prozent besser sind, als die aktuelle Energieeinsparverordnung vorschreibt. Festgelegt wurden zudem Planungsvorgaben für Hochbau, Heizungstechnik, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik, MSR-Technik, maschinelle Anlagen und zur Qualitätssicherung.

Ausnahmen sollen dann möglich sein, wenn die genannten Zielwerte mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand nicht zu erreichen sind. Die optimale Variante soll mittels Gesamtkostenbetrachtung ermittelt werden.