Bonner Klimagipfel mit neuen Impulsen

Beim informellen „Petersberger Klimadialog" im Mai haben sich die 45 teilnehmenden Staaten auf zentrale Punkte für die weiteren förmlichen Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen verständigt. Zusätzlich wurden mehrere konkrete gemeinsame Projekte verabredet.

Einigkeit herrschte über die Zwei-Grad-Obergrenze für die Erderwärmung. Auf den Weg gebracht wurden mehrere Klima-Initiativen. So wollen Deutschland, Südafrika und Südkorea die Entwicklungsländer dabei unterstützen, umwelt- und klimafreundliche Wachstumsstrategien zu entwickeln. Frankreich und Norwegen wollen Entwicklungsländer darin unterstützen, Emissionen aus der Abholzung des Tropenwaldes zu senken (REDD+). Äthiopien hat ein von Deutschland unterstütztes Projekt vorgestellt, bei dem es um den nationalen Plan des Landes zur Anpassung an den Klimawandel geht (Adaptation Action). Spanien, die USA und Costa Rica haben eine ähnliche Initiative verabredet. Bei dem von den USA initiierten Projekt „SEAD" soll die Effizienz von Geräten durch Anreize, Verbraucherinformation und Erhöhung von Produktstandards gefördert werden. Indien ist eines der wichtigsten Partnerländer.

Mexiko, das die nächsten Klimagipfel am Ende des Jahres ausrichten wird, will nun Gespräche u.a. mit China, Mali, Norwegen und den Inselstaaten führen.