Förderstopp gefährdet deutsche Klimaziele

Heizen mit erneuerbaren Energien muss weiterhin unterstützt werden.

Die Haushaltssperre für das Förderprogramm zum Einbau von Solarheizungen, Pelletöfen und Wärmepumpen zeigt nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in die falsche Richtung. „Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestags, Mittel aus dem Marktanreizprogramm mit einer Haushaltssperre zu belegen, gefährdet den Ausbau der Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien massiv. Durch den Förderstopp besteht die Gefahr, dass die positive Entwicklung im privaten Klimaschutz gebremst wird", so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung

Dass in deutschen Heizungskellern enorme Potenziale schlummern, ist unbestritten: Nur 12 Prozent der Heizungsanlagen sind auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei sind moderne Technik und erneuerbare Energien eine wesentliche Voraussetzung für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und für die Senkung der Heizkosten. Die Umstellung auf Brennwerttechnik mit Solaranlagen kann bis zu 30 Prozent der Energiekosten einsparen. Bei einem typischen Einfamilienhaus aus den 70er Jahren können das bis zu 1.000 Euro im Jahr sein. Hauseigentümer zeigten bislang großes Interesse: Im vergangenen Jahr ist der Anteil von erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung gegenüber 2008 um 13,5 Prozent gestiegen. Mit 253.000 Zuschüssen für kleinere Solarkollektoren, kleine Biomasseheizkesseln und Wärmepumpen wurden so viele Investitionen wie nie zuvor gefördert.

„Eine verlässliche und stetige Förderpolitik ist absolut notwendig, um diesen positiven Trend fortzusetzen. Gerade die Breitenförderung hat dazu beigetragen, dass Solarthermie, Pelletheizungen und Wärmepumpen heute nicht mehr wegzudenken sind", so Kohler. Mit dem Stopp des Förderprogramms befürchtet er einen Einbruch in diesem Mark: „Verbraucher benötigen Verlässlichkeit und Transparenz um zu investieren. Nur so kann Vertrauen und Investitionsbereitschaft im Markt aufgebaut werden."

Insgesamt haben die Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro ausgelöst. Vertreter der Branche befürchten, dass mit dem Ende der Förderung ein Abbau von Arbeitsplätzen einhergeht.