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Immer mehr Baumängel im Wohnungsneubau

DEKRA-Bericht bemängelt fehlerhafte Arbeiten an Gebäudehülle und Haustechnik von Wohngebäuden.

Von 2003 bis 2007 hat sich die durchschnittliche Anzahl der Mängel im Wohnungsbau mehr als verdoppelt. Das ist das Ergebnis einer Studie der DEKRA Real Estate Expertise GmbH zu Mängeln im Wohnungsbau. Es wurden durchschnittlich rund 32 Mängel pro Projekt im Bewertungszeitraum festgestellt, wovon knapp 56 Prozent bereits vor der Schlussbegehung festgestellt wurden. Die meisten Mängel wurden an Fenster und Außentüren sowie Putz- und Stuckarbeiten festgestellt. Auch bei der Haustechnik – also insbesondere bei der Heizungsanlage – wurden vielfach fehlerhafte Arbeiten festgestellt.

Grundlage der Studie waren 50 abgeschlossene Zertifizierungsaufträge mit insgesamt 189 Baustellenbesuchen. Die Kosten zur unmittelbaren Mängelbeseitigung lagen im Durchschnitt bei rund 10.300 Euro brutto. Die Mängelfolgekosten, wie z. B. für Werteverlust bzw. Gutachten oder Gerichtskosten, können laut DEKRA bis zum Dreifachen der Beseitigungskosten, also bis zu ca. 31.000 Euro, betragen. Rechne man die Mängelbeseitigungskosten auf die Gesamtzahl erstellter Wohngebäude in Deutschland auf, so würden jährlich Mängel im Gegenwert von etwa 1,4 Milliarden Euro brutto verursacht, so die Studie.

Die DEKRA empfiehlt Bauherren daher eine sehr präzise Planung und eine professionelle Bauüberwachung.

Externer Link Zur Meldung und zum Download des Berichts auf der DEKRA-Website