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Kiel vor und nach der Sanierung
Warteliste für Wohnkomfort mit Loggia
Die Vorteile der Sanierung im Bräutigamweg 9 und 11 in Kiel-Holtenau haben sich herumgesprochen. „Für die zwölf Wohneinheiten, von denen zuletzt drei leer standen, gibt es mittlerweile eine Warteliste“, erzählt Holger Zychski von der Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Frank. „Die Bewohner aus der Umgebung fragen bei ihren Vermietern nach, wann auch ihre Gebäude so vorbildlich saniert werden.“ Selbst bundesweit gilt das Gebäude aus den 60er-Jahren mittlerweile als Vorzeigeobjekt. Begehrt sind nicht allein die für eine Sanierung üblichen neuen Küchen und Bäder, oder die mit aufschiebbaren Glasscheiben verkleideten Balkone, die jetzt das ganze Jahr als Wintergarten oder Loggia genutzt werden können. Das Besondere: die unschlagbare Energiebilanz und die damit verbundenen Kosten- und Wohnvorteile. Dank eines innovativen Sanierungskonzepts ist der 60er-Jahre-Bau jetzt mit weniger als umgerechnet 4 Liter Öl pro Quadratmeter und Jahr doppelt so gut wie ein vergleichbarer Neubau.
Möglich wurde die hocheffiziente Sanierung in einem Modellvorhaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und mit einer Reihe von gut aufeinander abgestimmten Maßnahmen: optimale Dämmung von Dach, Fassade und Keller, Einbau von Wärmeschutzfenstern, Installation einer Solaranlage zur Wassererwärmung und Umstellen der Heizung auf Fernwärme aus einem besonders effizienten Kraftwerk, das Strom und Wärme zugleich produziert (Kraftwärmekopplung). Eine Lüftungsanlage sorgt dafür, dass die Raumluft stets frisch ist und gleichzeitig die Wärme der Abluft zurückbehalten wird.
Über hohe Energiepreise müssen sie sich die Mieter jedenfalls keine Sorgen mehr machen. Und sie profitieren vom erhöhten Komfort, den energiesparender Wohnraum bietet – mit Frischluft ohne Fenster öffnen und behaglichen Temperaturen ohne häufig an Thermostaten drehen zu müssen. Die Miete hat sich dabei kaum verändert, da die Reduktion der Nebenkosten den Anstieg der Kaltmiete ausgleicht. Die Eigentümer der Frank Gruppe können währenddessen sicher sein, dass die sanierten Wohnungen mit ihrer guten Energiebilanz auch langfristig auf dem Immobilienmarkt attraktiv bleiben.
Besichtigung und Führung am „Tag der Energiespar-Rekorde“
Dieses und viele weitere gute Beispiele der energieeffizienten Sanierung können beim zweiten bundesweiten „Tag der Energiespar-Rekorde“ der dena am 31. Mai 2008 besichtigt werden. Zwischen 10 und 17 Uhr können interessierte Besucher einen Blick in energiesparende Häuser werfen, von denen die meisten im Rahmen des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ hocheffizient saniert wurden. Bauherren und Architekten bieten Führungen an. Die Palette der zu besichtigenden Gebäude reicht vom Fachwerkhaus über das Einfamilienhaus der 60er Jahre bis hin zum Plattenbau und denkmalgeschützten Gebäuden. Das Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wird unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), der BASF SE, dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) sowie Kredite der KfW Förderbank. Weitere Informationen und teilnehmende Gebäude nach Regionen unter
www.energiespar-rekorde.de
Daten und Fakten:
- Baujahr: 1964
- Wohnfläche: 824 m²
- Wohneinheiten: 12
- Primärenergiebedarf : vorher : 204,50 kWh/m²a, nachher: 33,40 kWh/m²a
- Endenergiebedarf: vorher: 139,35 kWh/m²a, nachher: 23,78 kWh/m²a
- Jährliche CO2-Einsparung: 29 Tonnen
Die Macher:
- Bauherr: Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank mbH & Co. KG
- Architekt: Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank mbH & Co. KG
- Regionaler Partner der dena: Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.
Pressekontakt: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Kristina Zimmermann, Chausseestraße 128a, 10115 Berlin,
Tel: +49 (0)30 72 61 65-682,
Fax: +49 (0)30 72 61 65-699,
E-Mail: zimmermann@dena.de



