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Speyer - während und nach der Sanierung
Soldatenschlafsäle zu komfortablen Loftetagen
Kasernengebäude sind nicht dafür gemacht, individuelle Wohnträume zu verwirklichen. Doch in dem Quartier Normand in Speyer ist genau das möglich. Wo über hundert Jahre lang Soldaten in Gemeinschaftsräumen untergebracht waren, können sich jetzt Familien in großzügigen Loftwohnungen nach eigenen Wünschen einrichten. Das beste: Die Energiebilanz ist unschlagbar. Dank der hoch effizienten Sanierung liegt der jährliche Energiebedarf des denkmalgeschützten Gebäudes umgerechnet bei rund 1,5 Liter Öl pro Quadratmeter. Denkmalschutz und Energieeffizienz – eine Kombination, die ankommt: „Die Nachfrage ist enorm“, freut sich Bauherr Klemens Osika, für den es nicht die erste Sanierung nach hoch effizienten Maßstäben ist. „Ein Großteil der Wohnungen ist verkauft – und unsere Rechnung, uns mit attraktivem, energieeffizientem Wohnraum auf dem Markt zu behaupten, wieder einmal aufgegangen.“
Möglich wurde die hocheffiziente Sanierung in einem Modellvorhaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und mit einer Reihe gut aufeinander abgestimmten Maßnahmen: optimale Dämmung von Dach, Fassade und Keller, Einbau von Wärmeschutzfenstern, Umstellen der Heizung auf Biomasse und Installation von Solarkollektoren zur Erwärmung des Wassers. Eine Lüftungsanlage sorgt dafür, dass die Raumluft stets frisch ist und gleichzeitig die Wärme der Abluft zurückbehalten wird. Die Dämmung wurde nur innen angebracht, damit die historische Fassade mit ihren roten und gelben Klinkermustern erhalten bleibt.
Über hohe Energiepreise müssen sich die neuen Bewohner jedenfalls keine Sorgen mehr machen. Und sie profitieren von dem erhöhten Komfort, den energiesparender Wohnraum bietet – Frischluft ohne Fenster öffnen und behagliche Temperaturen ohne häufig an Thermostaten drehen zu müssen. Die Eigentümer können währenddessen sicher sein, dass die neu geschaffenen Wohnungen mit ihrer guten Energiebilanz langfristig auf dem Immobilienmarkt attraktiv bleiben.
Besichtigung und Führung am „Tag der Energiespar-Rekorde“
Dieses und viele weitere gute Beispiele der energieeffizienten Sanierung können beim zweiten bundesweiten „Tag der Energiespar-Rekorde“ der dena am 31. Mai 2008 besichtigt werden. Zwischen 10 und 17 Uhr können interessierte Besucher einen Blick in energiesparende Häuser werfen, von denen die meisten im Rahmen des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ hocheffizient saniert wurden. Bauherren und Architekten bieten Führungen an. Die Palette der zu besichtigenden Gebäude reicht vom Fachwerkhaus über das Einfamilienhaus der 60er Jahre bis hin zum Plattenbau und denkmalgeschützten Gebäuden. Das Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wird unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), der BASF SE, dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) sowie Kredite der KfW Förderbank. Weitere Informationen und teilnehmende Gebäude nach Regionen unter
www.energiespar-rekorde.de.
Daten und Fakten:
- Baujahr: 1889
- Wohnfläche: 2.795 m²
- Wohneinheiten: 21
- Primärenergiebedarf nachher: 14,50 kWh/m²a
- Endenergiebedarf nachher: 51,20 kWh/m²a
- Jährliche CO2-Einsparung: 208 Tonnen
Die Macher:
- Bauherr: Osika GmbH
- Architekt: AAg Architekten
- Bauphysik: Dipl.-Ing. Dieter Rieger
- Regionaler Partner der dena: Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg gGmbH (KLIBA)
Pressekontakt: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Kristina Zimmermann, Chausseestraße 128a, 10115 Berlin,
Tel: +49 (0)30 72 61 65-682,
Fax: +49 (0)30 72 61 65-699,
E-Mail: zimmermann@dena.de




