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dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand"
Leuchttürme für energiesparendes Wohnen in Ahrensburg
24.08.05
Ahrensburg, 24. August 2005: Vier Ahrensburger Backsteinhäuser aus dem Jahr 1976 setzen neue Maßstäbe im Energiesparen. Die Gebäude der Allmende Wulfsdorf e.V. werden mit innovativer Technik saniert, so dass sie jährlich nur noch 17 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter benötigen - 90 Prozent weniger als vorher und 81 Prozent weniger als ein vergleichbarer Neubau. Die Sanierung ist eines von insgesamt 20 Pilotprojekten, die die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bundesweit begleitet. Rund 160 Architekten, Planer, Eigentümer sowie Vertreter von Wohnungsgesellschaften aus ganz Norddeutschland kommen heute zusammen, um die Baustelle zu besichtigen und Erfahrungen mit ähnlichen Pilotprojekten in Bremen und Hannover auszutauschen.
"Die erfolgreichen Pilotprojekte sollen Leuchttürme sein für die ganze Region", so Felicitas Kraus, Bereichsleiterin bei der dena. "Denn energetisches Sanieren senkt nicht nur die Heizkosten. Es erhöht auch den Wohnkomfort, steigert den Wert einer Immobilie und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In den nächsten 20 Jahren müssen in Deutschland voraussichtlich 50 Prozent des Woh-nungsbestandes erneuert werden. Darin steckt ein enormes Potenzial."
Ziel des dena-Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" ist, den Einsatz energiesparender und wirtschaftlicher Techniken bei der Gebäudesanierung zu erproben. Die Allmende Wulfsdorf setzt vor allem auf optimale Dämmung, sehr gute Wärmeschutzverglasung und modernste Haushaltstechnik wie eine Abluftanlagen mit Außenwandluftdurchlässen und ein Holzhackschnitzelheizwerk. Sonnen-kollektoren sorgen zusätzlich für warmes Wasser.
"Ökologie und Umweltschutz gehören fest zu unserem Konzept", sagt Volker Spiel von der Allmende Wulfsdorf. "Deshalb war es für uns selbstverständlich, auch bei der Sanierung unserer Gebäude natür-liche Ressourcen zu schonen. Wir freuen uns, wenn wir damit ein zukunftsweisendes Beispiel für die Baupraxis liefern können."
Auch Aussehen und Umfeld der Gebäude werden nach der Sanierung kaum wiederzuerkennen sein. Sie erhalten neue Fassaden, neue Fensterzuschnitte und ein Staffelgeschoss. Auf dem 6,5 Hektar gro-ßen Gelände der Allmende Wulfsdorf mit Badeteich, Kindergarten und Sporthalle entstehen außerdem neun neue Häuser, ebenfalls in Niedrigenergiehaus-Bauweise, sowie ein Gesundheits-, ein Künstler- und ein Dienstleistungszentrum in fünf Bestandsgebäuden. In Zukunft sollen etwa 300 Menschen in der neuen Dorfgemeinschaft wohnen und arbeiten.
Um über 100 weitere vorbildliche Sanierungen auf den Weg zu bringen, startete die dena Anfang Mai eine zweite Phase ihres Modellvorhabens. Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer von der Woh-nungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Sie erhalten von der KfW Bankengruppe neben einer Basisförderung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm zusätzliche zinsgünstige Darlehen als Modellförderung.
Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum dena-Modellvorhaben sind im Internet erhältlich unter: www.neh-im-bestand.de. Für Fragen stehen regionale Partner zur Verfügung. In Norddeutsch-land: ZEBAU Hamburg (www.zebau.de), proKlima - Der enercity-Fonds Hannover (www.proklima-hannover.de), Investitionsbank Schleswig-Holstein (www.ib-sh.de), Bremer Energie-Konsens (www.energiekonsens.de), Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (www.arge-sh.de).
Pressekontakt:
Philipp Prein
Tel: 030/72 61 65-641
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