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dena und LWB präsentieren Pilotprojekt für energiesparende Sanierung

Leipziger Plattenbau als Vorbild für Stadtumbau Ost

02.09.05

Leipzig, 2. September 2005: Ein elfgeschossiger Plattenbau in Leipzig-Lößnig benötigt nach umfangreichen Sanierungsarbeiten nur noch 44 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter - 75 Prozent weniger als vorher und fast 40 Prozent weniger als ein vergleichbarer Neubau. Der Leerstand sank gleichzeitig von 40 Prozent auf null. Das Pilotprojekt der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) wurde von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) begleitet und soll den Weg weisen für attraktives und energiesparendes Wohnen in den ostdeutschen Bundesländern.

 

Zum Abschluss der Bauarbeiten besichtigte heute Iris Gleicke, Staatssekretärin im Bundesbauministerium, das Haus in der Hans-Marchwitza-Straße 14-20. "Dieses Projekt ist das größte Niedrigenergiehaus im Bestand in Deutschland und wurde im Rahmen des dena-Modellvorhabens 'Niedrigenergiehaus im Bestand' mit Unterstützung meines Hauses durchgeführt. Es zeigt eindrucksvoll, welche Potenziale das Bauwesen für den Klimaschutz und die Daseinsvorsorge bietet", sagte Gleicke. "Investitionen im Baubereich sind langlebig. Deswegen müssen gerade beim Bauen Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit besonders genau berücksichtigt werden. Hier geht es nicht nur um Investitionskosten, sondern insbesondere um die Kosten, die durch den Betrieb verursacht werden. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wird reduziert. Und es werden neue Impulse für die Bauwirtschaft und das regionale Handwerk gegeben. Leipzig hat es dabei verstanden, die Frage der Energieeffizienz gut mit dem Stadtumbau zu verbinden."

 

Um den Energiebedarf zu senken, setzte die LWB vor allem auf optimale Dämmung, sehr gute Wärmeschutzverglasung, Abluftanlage und Heizung mit Kraft-Wärme-Kopplung. Solarkollektoren in den Balkonbrüstungen erwärmen das Wasser für die 167 Wohnungen. Auch architektonisch wurde der Gebäudeblock aufgewertet. Im obersten Geschoss entstanden acht neue Penthouse-Wohnungen mit großzügigen Dachterrassen; im Erdgeschoss Terrassen und Mietergärten. Die Wohnungen vom ersten bis zum neunten Geschoss erhielten einen Südbalkon. Christoph Beck, LWB-Geschäftsführer: "Das Pilotprojekt ist rundum gelungen. Unsere Immobilie hat durch die energiesparende Sanierung deutlich an Wert gewonnen – genau die richtige Antwort auf das Energiepreishoch. Und die 100-prozentige Vermietung zeigt, dass das Konzept auch die Mieter überzeugt."

 

Mit dem Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" hat die dena seit Herbst 2003 bereits 20 Pilotprojekte zur Erprobung von hochinnovativer Energiespartechnik bei der Gebäudesanierung initiiert – drei davon in Ostdeutschland: Leipzig, Lübbenau/Spreewald und Schwerin. "Unser Konzept zielt darauf ab, praktisch zu zeigen, dass die Sanierung von Wohngebäuden mit hochinnovativen Konzepten Eigentümern, Mietern und der Umwelt nutzt", sagte Felicitas Kraus, Bereichsleiterin bei der dena. "Wir möchten Vorbilder für die einzelnen Regionen schaffen. Deshalb informieren wir vor allem Architekten, Planer, Unternehmer und Handwerker über die erfolgreichen Praxiserfahrungen. Und wir laden Eigentümer dazu ein, den Beispielen zu folgen."

 

In der zweiten Runde des dena-Modellvorhabens ab Mai 2005 werden über 100 weitere energiesparende Sanierungsvorhaben mit zinsgünstigen Krediten der KfW Bankengruppe gefördert werden. Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer von der Wohnungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Weitere Informationen, Ansprechpartner und Antragsunterlagen zum dena-Modellvorhaben sind unter www.neh-im-bestand.de erhältlich.

 

Pressekontakt:
Philipp Prein
Tel: 030/72 61 65-641
Fax: Fax: 030/72 61 65-699
E-Mail: prein@dena.de

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05-09-02_PM-BAU_NEHB_Leipzig.pdf

Pressekontakt

Thomas Drinkuth

Tel.: 030/726 165-685
Fax: 030/726 165-699

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