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dena und WIS präsentieren Modellprojekt:
Sanierte Platte schlägt Neubau – im Energiesparen
22.06.05
Lübbenau, 22. Juni 2005: Ein über vierzig Jahre alter Plattenbau der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH entwickelt sich zum Musterbeispiel für attraktives und energiesparendes Wohnen. Dank innovativer Technik wird das viergeschossige Gebäude in der Straße der Jugend 7-9 in Lübbenau nach Abschluss der Modernisierung 44 Prozent weniger Energie benötigen als ein vergleichbarer Neubau. Über 100 Architekten, Planer, Handwerker, Unternehmer sowie Vertreter von Banken und Behörden aus Brandenburg und den angrenzenden Bundesländern treffen sich heute, um die Baustelle zu besichtigen und Erfahrungen zum energetischen Sanieren auszutauschen. Begrüßt werden sie vom Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel, vom Referatsleiter im Bundesbauministerium Wolfgang Ornth und vom Staatsekretär im brandenburgischen Infrastrukturministerium Reinhold Dellmann.
Die Modernisierung ist Teil des Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Bundesweit hat die dena bereits 20 ähnliche Projekte zur Erprobung von hochinnovativer Energiespartechnik bei der Gebäudesanierung initiiert und begleitet. In Lübbenau sorgen vor allem eine optimale Dämmung, eine sehr gute Wärmeschutzverglasung und modernste Haustechnik wie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dafür, dass der Energiebedarf des Plattenbaus auf jährlich 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter sinkt.
"Das sind 70 Prozent weniger als vorher", so Ute Czylwik, zuständige Projektleiterin bei der dena. "Dieser Erfolg soll Vorbild sein für die ganze Region. Denn energetisches Sanieren senkt nicht nur die Heizkosten. Es erhöht auch den Wohnkomfort, steigert den Wert einer Immobilie und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz."
Die WIS lässt auch die Grundrisse der Wohnungen neu gestalten und Balkone anbauen. Den zukünftigen Mietern stehen 48 Wohnungen mit sechs verschiedenen Grundrissvarianten zur Auswahl. Über Aufzüge werden alle Wohnungen barrierefrei zu erreichen sein. Um das Umfeld attraktiver zu gestalten, wurden außerdem zwei Nachbargebäude abgerissen. Die Architekten Heddinga + Othmer, das Planungsbüro Linke & Jochintke und die EPP Planung und Projektierung GmbH betreuen die Modernisierung, die auch in das städtebauliche Kooperationsprojekt "Lübbenaubrücke" eingebunden ist. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten ist für Ende November 2005 vorgesehen.
"Zusammen mit unseren Partnern der Stadt Lübbenau und der Industrie machen wir aus unserem Plat-tenbau ein Schmuckstück auf dem neuesten Stand der Technik", verspricht Michael Jakobs, Ge-schäftsführer der WIS. "Den Mietern bieten wir modernen Komfort zu günstigen Preisen. Der Wohnungswirtschaft zeigen wir, wie Energiesparen in der Praxis umgesetzt werden kann. Und der Region liefern wir ein zukunftsweisendes Konzept zur Steigerung der Lebensqualität."
Um über 100 weitere vorbildliche Sanierungsvorhaben auf den Weg zu bringen, startete die dena An-fang Mai die zweite Runde des Modellprojekts "Niedrigenergiehaus im Bestand". Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer von der Wohnungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Sie erhalten von der KfW Bankengruppe neben einer Basisförde-rung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm zusätzliche zinsgünstige Darlehen als Modellförde-rung in Höhe von 50 bis maximal 250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
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