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Energieausweis und energiesparendes Sanieren in Baden-Württemberg

Gebäudesanierung hilft gegen steigende Energiepreise

22.06.06

Pforzheim, 22. Juni 2006. Bei der Sanierung von Gebäuden kann die Energiebilanz erheblich verbessert werden. Dies zeigen insgesamt 23 Pilotprojekte in Baden-Württemberg. Sie werden so saniert, dass sie doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie vergleichbare Neubauten. Vorgestellt wurden einige der Pilotprojekte heute in Pforzheim auf einer Veranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Pforzheimer Bau und Grund GmbH, an der rund 120 Architekten, Planer, Handwerker und Energieberater teilnahmen. Der Gebäudeenergieausweis, der dieses Jahr mit der neuen Energieeinsparverordnung auch für Bestandsgebäude bundesweit eingeführt werden soll, war ein weiterer Schwerpunkt.

 

"Energiesparendes Sanieren ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise", betonte die Umweltministerin von Baden-Württemberg Tanja Gönner.  "Wir leisten einen  wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir die Einsparpotenziale konsequent nutzen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Gleichzeitig geben wir der ganzen Region zukunftsweisende Impulse. Denn je mehr die Pilotprojekte Schule machen, desto mehr werden auch die  Bau- und Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg von neuen Aufträgen profitieren."

 

Der dena-Geschäftsführer Stephan Kohler hob die Vorteile für Eigentümer, Mieter und Käufer hervor: "Wer energetisch saniert, senkt die Nebenkosten, steigert den Wohnkomfort und macht seine Immobilie dauerhaft attraktiv für den Markt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn alle Beteiligten demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können." Auch für die Pilotprojekte in Baden-Württemberg wird nach der Modernisierung ein Energieausweis ausgestellt. Mit einem Primärenergieverbrauch von unter 42 kWh pro Quadratmeter liegen sie optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala.

 

Zu den Sanierungsprojekten gehören unterschiedliche Gebäudetypen, vom Einfamilienhaus mit 131 Quadratmetern aus dem Jahr 1955 in Spaichingen bis zum Mehrfamilienhaus mit 5.748 Quadratmetern und 80 Wohneinheiten aus dem Jahr 1965 in Karlsruhe. Weitere Projekte befinden sich unter anderem in Mannheim, Stuttgart, Baden-Baden, Konstanz, Lörrach, Freiburg und Mosbach.  Im Schnitt wird der Primärenergiebedarf um über 85 Prozent reduziert. "Möglich ist dies durch optimale Dämmung und Verglasung sowie effiziente Heizungs-, Lüftungs- und Solaranlagen", sagte Lothar Girrbach, Geschäftsführer der Pforzheimer Bau und Grund, die ein Pilotprojekt in Pforzheim durchführt.

 

Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen.

 

Pressekontakt:
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Tel: 030/72 61 65-641
Fax: Fax: 030/72 61 65-699
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Pressekontakt

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