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Energiekosten senken und Wohnkomfort steigern - Vorbildlich: Oldenburger Altbau schlägt Neubau im Energiesparen
10.05.06
Oldenburg, 10. Mai 2006. Ein Oldenburger Altbau aus dem Jahr 1890 setzt neue Maßstäbe im Energiesparen. Das frisch sanierte Einfamilienhaus in der Katharinenstraße benötigt fast 80 Prozent weniger Primärenergie als ein vergleichbarer Neubau. Über 100 Architekten, Planer und Eigentümer aus ganz Niedersachsen nehmen heute in Oldenburg an einer Veranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Aktionsgemeinschaft klima(+)Oldenburg teil, um mehr über das Pilotprojekt und Energieeffizienz beim Bauen zu erfahren. Der Gebäudeenergieausweis, der dieses Jahr mit der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2006) bundesweit eingeführt werden soll, ist ein weiterer Schwerpunkt.
"Das Sanierungsprojekt gibt zukunftsweisende Impulse für die ganze Region", betont Oberbürgermeister Dietmar Schütz. "Je mehr das Beispiel Schule macht, desto mehr können Eigentümer und Mieter von niedrigeren Nebenkosten profitieren - und Bauunternehmen von neuen Aufträgen. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir die Einsparpotenziale bei der Gebäudesanierung nutzen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren."
Der Erfolg der Sanierung zeigt sich im dena-Energiepass, der den Eigentümern Catja Hilge und Christian Nocke überreicht wurde. Mit einem Primärenergiebedarf von 21 kWh pro Quadratmeter liegt das Gebäude optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala. Möglich wurde dies durch Dämmung des Dachs und der Außenwände sowie durch den Einbau von Passivhausfenstern, einer effizienten Heizung und einer Lüftungsanlage, die die Wärme der Abluft zurückgewinnt. Solarzellen auf dem Dach liefern zusätz-liche Energie.
"Die energetische Sanierung von Gebäuden ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise", so Christian Stolte von der dena. "Außerdem erhöht sie den Wohnkomfort und macht die Bestandsgebäude dauerhaft attraktiv auf dem Immobilienmarkt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können."
Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums insgesamt 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen. Bundesweit sind mehr als 16.000 Fachleute registriert, die ihn ausstellen können.
Pressekontakt:
Philipp Prein
Tel: 030/72 61 65-641
Fax: Fax: 030/72 61 65-699
E-Mail: prein@dena.de
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