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Modellprojekte in Sachsen - Energiesparende Sanierung beim Stadtumbau Ost sichert Gebäudebestand
25.01.06
Berlin/Freital, 25. Januar 2006. Insgesamt 13 Gebäude in Sachsen werden demnächst so modernisiert, dass sie nach der Sanierung im Durchschnitt doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie Neubauten. Denn: Energieeffiziente Sanierungen schützen vor steigenden Energiekosten. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass bestehende Gebäude und Wohnquartiere langfristig attraktiv bleiben. Vorgestellt werden einige dieser Projekte heute im Rahmen der Veranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) "Stadtumbau Ost - Chancen zur energieeffizienten Sanierung" in Freital bei Dresden.
"Von den wirtschaftlich erschließbaren Energieeinsparpotenzialen bei Sanierungen werden bislang durchschnittlich nur 50 Prozent genutzt. Dabei birgt die energetische Sanierung von Gebäuden ein enormes Potenzial für regionale Entwicklung und Innovationen im Gebäudebereich, auch in Sachsen. Sie macht Bestandsgebäude auf Dauer „wettbewerbsfähig“ mit dem Neubau. Es müssen zukunftsweisende Lösungen entwickelt werden, die hochinnovative technische Standards mit einer Aufwertung von Siedlungen und Quartieren verbinden“, betont Felicitas Kraus, dena-Bereichsleiterin Energieeffizienz im Ge-bäudebereich.
110 Wohngebäude aus ganz Deutschland werden im Rahmen des dena-Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" mit innovativer Sanierungstechnik auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Dabei sind alle Gebäudegrößen und Baualter vor 1979 vertreten: vom Einfamilien- bis zum Hochhaus, vom mittelalterlichen Fachwerkhaus bis zum Siebzigerjahrebau. In etwa der Hälfte aller Projekte wird zusätzlich Wärme über Solaranlagen erzeugt. Ein Drittel der Gebäude setzt bei der Energiever-sorgung auf Biomasse.
Besonders stark ist die Region Sachsen mit Sanierungsvorhaben vertreten: Die Palette reicht vom denkmalgeschützten Fachwerkhaus in Grimma bis zum Mehrfamilienhaus aus den 50er Jahren in Dresden. Dazu Prof. Dr. Namysloh, Abteilungsleiter für Bau- und Wohnungswesen im sächsischen Innenministeri-um: "Der Freistaat Sachsen setzt sich mit dem Stadtumbau Ost für eine Verstärkung und Verbesserung der Städte als Wirtschafts- und Wohnstandort ein. Dazu gehört für uns auch die energetische Modernisierung und Sanierung der Altbausubstanz, weil wir damit bestehende Gebäude durch innovative Bautechnik für Mieter und Vermieter attraktiv gestalten und Leerstand vermeiden helfen. Gleichzeitig reduzieren wir klimaschädliche CO2-Emissionen und schaffen Arbeitsplätze in der Region."
Mit dem Fachworkshop startet die bundesweite Veranstaltungsreihe zur zweiten Phase des dena-Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand".
Pressekontakt:
Stella Matsoukas
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