Inhalt
Nebenkosten senken und Wohnkomfort steigern: Hessen vorbildlich beim energiesparenden Sanieren von Gebäuden
17.05.06
Frankfurt am Main, 17. Mai 2006. Hessen geht bei der energiesparenden Sanierung von Gebäuden mit gutem Beispiel voran: Zwölf Häuser werden hier in den kommenden Monaten so modernisiert, dass sie im Durchschnitt doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie Neubauten. Vorgestellt werden einige dieser Projekte heute in Frankfurt bei einer Veranstaltung der Deutschen Energie-Agentur (dena) und des Energiereferats der Stadt Frankfurt, an der rund 120 Architekten, Planer und Eigentümer aus ganz Hessen und den umliegenden Bundesländern teilnehmen. Der Gebäudeenergieausweis, der dieses Jahr mit der neuen Energieeinsparverordnung bundesweit eingeführt werden soll, ist ein weiterer Schwerpunkt.
"Die energetische Sanierung von Gebäuden ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise", so Felicitas Kraus, Bereichsleiterin der dena. "Außerdem erhöht sie den Wohnkomfort und macht die Bestandsgebäude dauerhaft attraktiv auf dem Immobilienmarkt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können."
Zu den hessischen Sanierungsprojekten gehören unterschiedliche Gebäudetypen aus den Jahren 1796 bis 1972, vom Einfamilienhaus mit knapp 128 Quadratmetern in Frankfurt bis zum Mehrfamilienhaus mit über 2.850 Quadratmetern Wohnfläche in Darmstadt. Weitere Projekte befinden sich in Kassel, Laubach, Münzenberg, Hammersbach, Biebergemünd-Wirtheim, Riedstadt, Babenhausen-Sickenhofen, Elbtal-Elbgrund und Hofheim. Im Schnitt wird der Primärenergiebedarf um über 84 Prozent reduziert - dank optimaler Dämmung und Verglasung sowie effizienter Heizungs-, Lüftungs- und Solaranlagen. Den Erfolg der Sanierungen wird der Energieausweis zeigen: Mit einem Primärenergieverbrauch von unter 48 kWh pro Quadratmeter liegen die Gebäude optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala.
Ein herausragendes Beispiel ist die Friedricht-Ebert-Siedlung der ABG Frankfurt Holding GmbH mit insgesamt 60 Wohneinheiten in der Tevesstraße. "Unser Sanierungsprojekt gibt zukunftsweisende Impulse für die ganze Region", betont Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding. "Je mehr es Schule macht, desto mehr können Eigentümer und Mieter von niedrigeren Nebenkosten profitieren - und die Bauwirtschaft von neuen Aufträgen. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir die Einsparpotenziale nutzen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren." Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts wird vom Hessischen Wirtschaftsministerium finanziert.
Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums insgesamt 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen.
Pressekontakt:
Philipp Prein
Tel: 030/72 61 65-641
Fax: Fax: 030/72 61 65-699
E-Mail: prein@dena.de
- Die Pressemitteilung als Datei herunterladen:

