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Pilotprojekt für energiesparende Gebäudesanierung in Heidelberg: Heizkosten senken mit innovativer Haustechnik

22.11.06

Heidelberg, 22. November 2006. Eine Heidelberger Wohnsiedlung aus den Fünfzigerjahren setzt neue Maßstäbe im Energiesparen. 56 Wohnungen der "Blauen Heimat" der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) im Stadtteil Handschuhsheim benötigen seit Abschluss der Sanierungsarbeiten 87 Prozent weniger Primärenergie als vorher. Rund 140 Architekten, Planer und Eigentümer nahmen heute in Heidelberg an einer Fachveranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (KliBa) teil, um mehr über das Pilotprojekt und Energieeffizienz beim Sanieren zu erfahren. Der Gebäudeenergieausweis, der demnächst bundesweit eingeführt werden soll, war ein weiterer Schwerpunkt.

 

"Energiesparendes Sanieren ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise", betonte die Oberbürgermeisterin der Stadt Heidelberg Beate Weber. "Wir leisten einen  wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir die Einsparpotenziale konsequent nutzen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Gleichzeitig geben wir der ganzen Region zukunftsweisende Impulse."

 

Bei der Sanierung ließ die GGH die Wände, Decken und das Dach neu dämmen, mehrfach verglaste Fenster einsetzen und eine Lüftungsanlage einbauen, die die Wärme der Abluft zurückgewinnt. Zur Strom- und Wärmeerzeugung wurde ein Blockheizkraftwerk installiert. "Das Pilotprojekt zeigt, dass auch ältere Gebäude in Niedrigenergiehäuser verwandelt werden können", sagte Torsten Münker von der GGH.

 

Den Erfolg dokumentiert der Energieausweis, den die dena der GGH überreichte. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 37 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt das Gebäude optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala. Christian Stolte von der dena hob die Vorteile für Eigentümer, Mieter und Käufer hervor: "Wer energetisch saniert, senkt die Nebenkosten, steigert den Wohnkomfort und macht seine Immobilie dauerhaft attraktiv für den Markt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn alle Beteiligten demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können."

 

Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Die Projektteilnehmer erhalten zinsgünstige Darlehen und Fördermittel von der KfW Bankengruppe. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energieausweis zurückgreifen.

 

Pressekontakt:
Philipp Prein
Tel: 030/72 61 65-641
Fax: Fax: 030/72 61 65-699
E-Mail: prein@dena.de

Die Pressemitteilung als Datei herunterladen:
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Pressekontakt

Thomas Drinkuth

Tel.: 030/726 165-685
Fax: 030/726 165-699

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