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Pilotprojekte für energiesparende Gebäudesanierung in Hamburg und Schleswig-Holstein: Heizkosten senken mit innovativer Haustechnik

08.11.06

Hamburg, 8. November 2006. Bei der Sanierung von Gebäuden kann die Energiebilanz erheblich verbessert werden. Dies zeigen zehn Pilotprojekte in Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie werden so saniert, dass sie den Standard eines Niedrigenergiehauses erreichen. Vorgestellt wurden einige der Pilotprojekte heute in Hamburg auf einer Fachveranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und des Zentrums für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH (ZEBAU). Rund 170 Architekten, Planer und Eigentümer nahmen teil. Der Gebäudeenergieausweis, der demnächst mit der neuen Energieeinsparverordnung bundesweit eingeführt werden soll, war ein weiterer Schwerpunkt.

 

"Die energetische Sanierung von Gebäuden ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise", sagte Christian Stolte von der dena. "Durch sie sinken die Nebenkosten, der Wohnkomfort steigt und die Gebäude werden dauerhaft attraktiv auf dem Immobilienmarkt. Die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden wird merklich zunehmen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können."

 

Zu den Pilotprojekten gehören unterschiedliche Wohngebäude aus den Jahren 1910 bis 1976, vom Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern bis zum Mehrfamilienhaus mit rund 25 Wohnungen und 1.700 Quadratmetern Wohnfläche. In der Schmarjestraße 40-42 in Hamburg-Altona wird zum Beispiel ein Wohn- und Geschäftshaus aus den Zwanzigerjahren zum Niedrigenergiehaus modernisiert; in der Osdorfer Landstraße 390 in Hamburg-Osdorf ein Gründerzeitgebäude. Weitere Pilotprojekte befinden sich in Pinneberg, Ahrensburg, Lübeck, Bad Schwartau und Silberstedt.

 

Den Erfolg der Sanierungen wird der dena-Energieausweis zeigen, der für die Gebäude ausgestellt wird. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegen sie optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala. Der Primärenergiebedarf wird im Schnitt um über 88 Prozent reduziert. Möglich wird dies durch optimale Dämmung der Dächer und Außenwände sowie den Einbau von Passivhausfenstern und effizienten Heizungs- und Lüftungsanlagen. Häufig kommen auch erneuerbare Energien zum Einsatz, zum Beispiel mit Hilfe von Solaranlagen.

 

Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Die Projektteilnehmer erhalten zinsgünstige Darlehen und Fördermittel von der KfW Bankengruppe. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energieausweis zurückgreifen.

 

Pressekontakt:
Philipp Prein
Tel: 030/72 61 65-641
Fax: Fax: 030/72 61 65-699
E-Mail: prein@dena.de

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Pressekontakt

Thomas Drinkuth

Tel.: 030/726 165-685
Fax: 030/726 165-699

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