Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien.

Gebäudefoto (Bedburg)
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Saniertes Wohnhaus mit Solarkollektoren in Bedburg

Die Rahmenbedingungen unserer Energieversorgung haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Stark gestiegene Preise für Heizöl oder Erdgas zeigen, dass diese Brennstoffe nicht länger kostengünstig und im Überfluss zur Verfügung stehen. Bedingt durch den weltweit wachsenden Energiebedarf bei gleichzeitig steigendem Aufwand für die Erschließung der Rohstoffe werden konventionelle fossile Brennstoffe zu einem hochpreisigen, international begehrten Gut.

Zudem können internationale politische Konflikte immer wieder zu Preisanstiegen führen, denn unser Öl und Gas stammt zu einem Teil aus relativ instabilen Regionen.

Diagramm:  Die stete Entwicklung der Energiekosten 1995 - 2009
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Entwicklung Energiekosten und Kaltmieten 1995-2009

Egal ob Eigentum oder Miete: Heizkosten werden zu einer immer stärkeren Belastung für deutsche Haushalte. Allein in den Jahren 1995 bis 2010 sind die Preise für Heizenergie im Mittel um 105 Prozent gestiegen.  Die Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien entlastet auch das Klima deutlich. Denn sie vermeidet die Verbrennung von fossilen Brennstoffen und reduziert so den Ausstoß von Klimagasen, insbesondere Kohlendioxid (CO2). Wer seine Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellt, gewinnt daher nicht nur mehr Sicherheit vor steigenden Preisen. Er handelt auch verantwortungsbewusst im Sinne der kommenden Generationen und leistet einen Beitrag zum globalen Klimaschutz.

Effektivität im Doppelpack: Sanierung und erneuerbare Energien.

Wenn man ein Haus alle 30 bis 40 Jahre modernisiert, steht es Jahrhunderte. Ging es früher vor allem darum, die Heizung zu erneuern, das Dach auszubessern und die Fenster zu streichen, so steht heute die Senkung des Energieverbrauchs im Zentrum der Bemühungen. Doch wie geht man am besten vor?

Diagramm: Potenzielle energetische Verbesserung eines Gebäudes
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Mögliche energetische Verbesserung eines Gebäudes

Bei einer sinnvollen Sanierung betrachtet man nicht nur einzelne Bauteile, sondern immer das gesamte Gebäude. Denn um ein sparsames Haus, das über Dach, Wände und Fenster wenig Wärme verliert, zu heizen, wird weniger Energie und demnach nur eine kleinere Heizungsanlage benötigt. Eine Sanierung sollte daher immer der Strategie folgen, den Energiebedarf des Gebäudes durch hochwertige Dämmung und gute Fenster zu senken und den verbleibenden Bedarf durch effiziente Heiztechnik unter Nutzung erneuerbarer Energien zu decken.

Weitere Informationen zur energieeffizienten Sanierung finden sie unter dem Punkt:  Energieeffizient Sanieren.

Darauf sollten Sie als Hausbesitzer achten.

Am Anfang einer energetischen Sanierung steht die gründliche Analyse des baulichen und energetischen Zustandes Ihres Hauses. Für diese Bestandsaufnahme empfehlen wir Ihnen einen Energieberater hinzu zu ziehen. Das sind speziell qualifizierte Architekten, Ingenieure oder Handwerker. Sie sind die richtigen Ansprechpartner für eine detaillierte Energiediagnose und die Planung einer umfassenden Baumaßnahme. Denn Energieberater betrachten stets das Haus als Gesamtsystem und kennen das Zusammenspiel von Anlagentechnik und Gebäudehülle.

Betrachten Sie den Energieberater als Ihren Lotsen durch die Sanierung. Er sollte auf alle Fälle unabhängig von den Herstellern verwendeter Produkte sein. Das Ergebnis seiner Analyse wird in einem Modernisierungsfahrplan für Ihr Haus dokumentiert. Er beschreibt die erforderlichen Maßnahmen und den zeitlichen Ablauf der Sanierung.

Vertrauen Sie auf den Energieberater.

Der Energieberater kann Ihnen auch den Energieausweis für Ihr Gebäude ausstellen, der mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung 2007 bei Verkauf oder Vermietung eines Gebäudes verpflichtend ist. Der Ausweis dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes. Sie können mit der Ausstellung des Energieausweises in den Sanierungsprozess einsteigen, denn er enthält auch erste Hinweise auf sinnvolle Sanierungsmaßnahmen. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Ausweis aktualisiert.

Der Energieberater beantwortet folgende Fragen:

  • Wie ist der energetische Zustand des Gebäudes?
  • Welche Energieeinsparungen lassen sich mit den vorgeschlagenen Maßnahmen erzielen?
  • Wie beeinflussen sich die Maßnahmen gegenseitig und welche sollten vordringlich umgesetzt werden?
  • Welche finanzielle Belastung kommt auf den Eigentümer bzw. die Mieter zu – und welche Förderprogramme können in Anspruch genommen werden?
  • Wie ist die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen einzuschätzen?
  • Wie stark verringern die Maßnahmen den Ausstoß von Schadstoffen und Klimagasen?

Tipp: Der Energieausweis.

Energieausweis zweites Blatt

Der Energieausweis informiert über die energetische Qualität eines Gebäudes. Ein leicht verständliches Label zeigt, wie viel Energie das Gebäude im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden benötigt: Liegt Ihr Haus „im grünen Bereich“ oder eher im „roten“? Dann besteht deutliches Verbesserungspotenzial.

Der Energieausweis enthält außerdem Modernisierungshinweise, die Maßnahmen aufzeigen, um die energetische Qualität kostengünstig zu verbessern. Seit dem Inkrafttreten der EnEV 2007 wird die Vorlage eines Energieausweises bei Verkauf oder Vermietung eines Gebäudes Pflicht. Weitere Informationen und Energieausweisaussteller in Ihrer Nähe finden Sie unter www.dena-energieausweis.de.

Kontakt

Kostenfreie Energie-Hotline der dena: 08000 736 734

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