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dena und Friedrich-Naumann Stiftung unterstützen durch gemeinsamen Wissenstransfer neue Ansätze für Energieeffizienz in russischen Kommunen
Das Symposium wurde am 11. Oktober 2005 von der Deutschen Energie-Agentur gemeinsam mit der Friedrich-Naumann Stiftung und der Gebietsverwaltung Sverdlovsk in Jekaterinburg durchgeführt. Die Veranstaltung diente dem deutsch-russischen Erfahrungsaustausch zu rechtlichen, ökonomischen und technischen Voraussetzungen für Energieeffizienz.
Eröffnet wurde das Symposium durch die ehemalige deutsche Bauministerin Frau Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann Stiftung, und dem Minister für internationale und außenwirtschaftliche Beziehungen des Gebiets Sverdlovsk Dr. Viktor Kokscharov. Die rund 80 Teilnehmer des Symposiums bestanden aus Entscheidungsträgern der kommunalen Verwaltungen, privaten und städtischen Hausverwaltungen sowie Energieversorgern und Vertretern von Hauseigentümergemeinschaften.
Im Rahmen des Symposiums wurde vor allem die Frage nach den nötigen Rahmenbedingungen für Energieeffizienz in der Gebäudemodernisierung und Wärmeversorgung diskutiert. Diese liegen vor allem in geklärten Eigentumsverhältnissen, einem privaten Markt für Gebäudeverwaltung und einer transparenten, verbrauchsabhängigen Abrechnung. Deutsche Experten berichteten hierzu von ihren umfangreichen Erfahrungen aus dem Transformationsprozess der Wohnungswirtschaft in Ostdeutschland. Von russischer Seite wurde durch Experten der örtlichen Verwaltung der Stand der Umsetzung dieser Rahmenbedingungen vor Ort und die weiteren Entwicklungen dargestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag in der Vorstellung und Diskussion innovativer Finanzierungsansätze für energieeffiziente Maßnahmen, vor allem Leasing und Contracting. Während solche Methoden in Deutschland bereits weit verbreitet sind beginnt sich der Markt in Russland hierfür erst langsam zu entwickeln. Dennoch konnten einige Referenten bereits von erfolgreichen Projekten in Russland berichten und wertvolle Empfehlungen vermitteln.
Nach beiden thematischen Blöcken wurde intensiv diskutiert und gemeinsam an Vorschlägen und Empfehlungen für die Umsetzung von Energieeffizienz gearbeitet. Der Fokus lag dabei neben notwendigen gesetzlichen Regelungen auf der Schaffung von Wettbewerb in Versorgung, Abrechnung und Finanzierung. In diesem Zusammenhang wurde auch deutlich, dass offene und transparente demokratische Strukturen ebenfalls eine wichtige Grundlage für das Entstehen von Wettbewerb und Effizienz in Wohnungs- und Energiewirtschaft sind.
Das Symposium wurde von Teilnehmern, Moderatoren und Referenten einstimmig als erfolgreich bezeichnet. Für alle Beteiligten ergaben sich vielfältige Kontakte und Anknüpfungsmöglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit. Von deutscher Seite nahmen neben den Referenten auch Vertreter mehrere deutscher Unternehmen an dem Symposium teil, um sich über die aktuelle Lage zu informieren und Kontakte für zukünftige Projekte zu knüpfen.


