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Wohngebäude.
Das dena-Modellvorhaben.
Das Einsparpotenzial bei Bestandsbauten ist enorm: Drei Viertel aller Wohnhäuser wurden vor Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet. Sie sind wahre Energiefresser – im Schnitt verbrauchen sie jährlich 245 kWh pro m²und liegen damit deutlich im roten Bereich des Energieausweises. Neubauten verbrauchen nicht einmal die Hälfte – und energieeffizient sanierte Häuser können sogar doppelt so gut wie ein Standard-Neubau sein. Zeit, die Chancen einer energieeffizienten Sanierung zu nutzen.
Das dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand".
Um zuverlässig zeigen zu können, wie groß das Sparpotenzial tatsächlich ist, startete die dena 2003 das Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), der BASF SE und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden seitdem mehr als 350 Wohnhäuser hocheffizient zu Effizienzhäusern saniert. Die Bandbreite der Gebäude ist dabei exemplarisch für den Bestand in Deutschland und reicht vom typischen Einfamilienhaus über das Reihenhaus, die 20er Jahre Villa bis hin zum denkmalgeschützten Fachwerkhaus, von Gründerzeithäusern über Wohnblöcke der 50er bis hin zum Plattenbau der Siebziger Jahre.
Das Ergebnis: Effizienzhaus mit mehr Wohnkomfort und 85 Prozent Energieeinsparung.
Die Effizienzhäuser des Modellvorhabens können sich sehen lassen, und das gleich im doppelten Sinne: Die Energieeinsparung liegt bei durchschnittlich 85 Prozent. Die gesetzlich vorgeschriebenen Werte für vergleichbare Neubauten werden durchschnittlich um mehr als 60 Prozent unterschritten. Gleichzeitig wurden die Wohngebäude architektonisch aufgewertet und zeitgemäßen Wohn- und Komfortansprüchen angepasst. Zudem schaffen die dena-Modellsanierungen Kompetenznetzwerke in der Region: Planer, Architekten, Handwerker, Wohnungsunternehmen, Kommunen und Fachinstitute geben ihre Erfahrungen an andere Fachleute weiter, unter anderem in den dena-Workshops „dena-Dialog“. Eine Online-Wissensdatenbank und viele weitere Publikationen der dena stellen Ergebnisse, Planungsdetails sowie Planungswerkzeuge und Grundlagenwissen bereit.

