Neubau Ein-/Zweifamilienhaus, Walter - Kolb - Strasse 22, 60594 Frankfurt am Main

Kurzbeschreibung

Ziel des Projektes war es, einen neuen Ausdruck für das nachhaltige Bauen zu finden, der dem urbanen Standort der Nachverdichtung angemessen und zeitgemäß ist. Dringend notwendig ist eine Imageaufwertung des nachhaltigen und ökologischen Bauens, die über die aktuelle Diskussion um Energiekosten und Klimawandel hinausgeht und aus der Nachhaltigkeit architektonische und städtebauliche Qualitäten entwickelt.

Foto: Außenansichten des Gebäudes
+ vergrößern
Außenansicht
+ vergrößern
Außenansicht
+ vergrößern
Backsteinwand

Das Urteil der Jury

Bei diesem sehr ungewöhnlichen Einfamilienhaus, das quasi als Eckbebauung an einen Mehrgeschoßbau angelehnt ist, ergibt sich eine relativ günstige Kompaktheit, die gepaart mit einem guten baulichen Wärmeschutz, gekennzeichnet durch den Transmissionswärmeverlust von 0,28 W/m²K und einer Lüftungsanlage mit Zu- und Abluft mit Wärmerückgewinnung zu einem sehr kleinen Endenergiebedarf von 6,9 kWh/m²a führt. Zur Deckung der Raumwärme dient eine Wärmepumpe und für die Warmwasserbereitung Solarthermie. Der daraus resultierende Primärenergiebedarf beträgt 18,6 kWh/m²a und zeugt von einer sehr hohen Energieeffizienz.

Innenansichten und Details des Gebäudes
+ vergrößern
Glas im Fußboden
+ vergrößern
Blick zur Dachterasse
+ vergrößern
Ausblick vom Schreibtisch

Rahmenbedingungen & Bauziele

Die Umgebung ist durch eine heterogene Bebauung geprägt. Sowohl Blockrandfragmente als auch Bürohäuser und Wohnhäuser prägen die Umgebung.

Gegenüber und in Verlängerung der Strasse finden sich Gebäude aus den 70er und 80er Jahren mit vorgelagerten Metallfassaden. Die Fassade reagiert auf die vertikale Gliederung der Nachbarbebauungen.

Aufgrund der geringen Grundfläche entwickelt das Minihaus seine Qualitäten durch die vertikale Entfaltung neuer Räume. Was im Geschosswohnungsbau in der Ebene angeordnet ist, ist im Minihaus in die Höhe entwickelt.

Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss findet sich eine Gewerbenutzung. Die oberen Etagen und die Dachterrasse werden als zusammenhängende Wohneinheit genutzt.

Anliegen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes war ein neuer Ausdruck für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen. Das Gebäude wurde im Passivhausstandard errichtet. Der Anbau an die Bestandsgebäude verringert das A/V Verhältnis. Die Fensterflächen ermöglichen solare Gewinne.

Skala: Der Primärenergiebedarf bei 18,6 kWh, Endenergiebedarf bei 6,9 kWh pro m² und Jahr.
Der Primärenergiebedarf liegt bei 18,6 kWh, der Endenergiebedarf bei 6,9 kWh pro m² und Jahr.

Gebäudedaten

  • Fertigstellung Neubau: 2008
  • Wohnfläche: 154 m²
  • Wohneinheiten: 1-3
  • Bauherr / Baubeteiligte: Hans Drexler (Architekt: Planung)

Weitere Details

Hier finden Sie das Objekt in unserer Gebäudedatenbank "Effizienzhäuser zum Anschauen".

Digitale Pressemappe

Ein Projekt des:

Partner:

Medienpartner: