Denkmalgerechte Sanierung 3-6 Wohneinheiten, Franz-Schöberl-Str. 11-15, 67346 Speyer

Kurzbeschreibung

Das Bewahren hoch geschätzter Architektur und deren Ergänzung durch moderne Elemente sowie das Ermöglichen zukunftfähiger, dauerhafter Nutzung sorgen für Wohnen mit Qualität. Das Beachten der heutigen und künftigen Maßstäbe zur Energieeffizienz durch innovativste Haustechnik spielen ebenso eine große Rolle wie die großzügige Freiraumgestaltung, Parkanlage, integrierte Spielplätze, Alleen. Flexible Grundrisse, die sich an die Wohnformen aller Lebensabschnitte anpassen.

+ vergrößern
Außenansicht nach der Modernisierung
+ vergrößern
Balkone
+ vergrößern
Eingangsbereich

Das Urteil der Jury

Nicht nur in denkmalpflegerischer Hinsicht erfuhr die über 110 Jahre alte Kaserne eine mustergültige Sanierung. Überraschend sind auch die großzügigen, zeitgemäßen Wohnraumangebote, die im Innern den institutionellen Charakter der alten Mannschaftsgebäude brechen. Besonders bemerkenswert sind die erreichten energetischen Qualitäten: trotz Beibehaltung der hochwertig gebänderten Ziegelfassaden gelingt es,  ähnlich niedrige Bedarfswerte wie bei einem Neubau zu erreichen. Die Beheizung mit Biomasse in Verbindung mit Solarthermie ermöglicht zudem einen CO2-armen Betrieb.

+ vergrößern
Wohnbereich
+ vergrößern
Küche
+ vergrößern
Wohnbereich

Rahmenbedingungen & Sanierungsziele

Nach 110 Jahren Isolation aufgrund der militärischen Nutzung wurde das innerstädtische Kasernenareal 1997 aufgegeben. Die roten Baukörper zeigen das Ensemble entlang der Franz-Schöberl-Straße. Das Haus FS 11, 13, 15 befindet sich links außen.

Das Gebäude Franz-Schöberl-Straße 11, 13, 15 gehört zu dem denkmalgeschützten Ensemble historischer Randbebauung des Quartiers Normand. Das ehemalige Mannschaftsgebäude mit 2 Flügeln und einem mittleren Teil wurde in Wohnlofts umgewandelt.

Horizontale und vertikale Trennung in kleine Eigentümergemeinschaften; baulich durch Trennwände und juristisch durch spezifische Regelungen in der Teilungserklärung. Eigene Hauseingänge, Treppenhäuser und Aufzüge ergänzen das barrierefreie Wohnen.

Das Einfamilienhaus auf jeder Etage von 140-190 qm WFL war das Umnutzungskonzept. Jeder Eigentümer konnte seinen Grundriss individuell gestalten, da mehrmals Versorgungsstränge eingebaut und immense statische Veränderungen vorab realisiert wurden.

Alle Fenster zum Quartier wurden bodentief gesetzt. Große Balkone wurden angehängt.

Der Primärenergiebedarf liegt bei 12,8 kWh, der Endenergiebedarf bei 53,6 kWh pro m² und Jahr.

Gebäudedaten

  • Fertigstellung Sanierung: 2008
  • Baujahr Gebäude: 1889
  • Wohnfläche: 190 m²
  • Wohneinheiten: 6
  • Bauherr / Baubeteiligte: Klemens Osika (Bauherr), Armin Schäfer (Architekt: Planung), Dieter Rieger (Berater: Bauphysik)

Weitere Details

Hier finden Sie das Objekt in unserer Gebäudedatenbank "Effizienzhäuser zum Anschauen".

Digitale Pressemappe

Ein Projekt des:

Partner:

Medienpartner: