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Gebäudehülle.
Wollen Sie die Außenhaut Ihres Gebäudes oder Teile davon modernisieren, sollten Sie zuerst entscheiden, welche Räume beheizt werden, also innerhalb des gedämmten Bereichs liegen sollen. Werden Keller oder Dach als Aufenthaltsräume genutzt und deshalb geheizt, sollten sie innerhalb der gedämmten Hülle liegen. Unbeheizte Räume wie Dachräume, Keller oder die Garage können Sie außerhalb der Dämmung halten. Bedenken Sie aber, dass dort im Winter eventuell Frost herrscht.
Um Energie zu sparen, muss die Wärmedämmschicht die beheizten Räume möglichst lückenlos vor dem unbeheizten Bereich bzw. der Außenluft schützen. Jede Lücke bildet eine Wärmebrücke, erhöht die Gefahr der Schimmelpilzbildung
an dieser Stelle und steigert die Energieverluste.
Auch energieeffiziente Fenster mit moderner 2-Scheiben- oder sogar 3-Scheiben-Verglasung und gedämmtem Rahmen tragen erheblich dazu bei, die Wärmeverluste der Gebäudehülle zu minimieren.
Wintergärten möglichst unbeheizt.
Unbeheizte Wintergärten werden nur durch die Sonne von außen temperiert und reduzieren so die Wärmeverluste des gesamten Hauses. Sie bilden eine Pufferzone zwischen innen und außen.
Beheizte Wintergärten dagegen geben erhebliche Energiemengen in die Umwelt ab. Durch eine hervorragende Verglasung lassen sich diese Wärmeverluste aber verringern.
Achtung Wärmebrücke!
Wärmebrücken.
Beheizte Räume müssen lückenlos von der kalten Außenluft und unbeheizten Gebäudebereichen abgeschirmt sein. Bereiche mit einem überproportionalen
Wärmeverlust nennt man Wärmebrücken.
Neben den hohen Energieverlusten können bei Wärmebrücken auch langfristig schwere Bauschäden auftreten. Da hier warme Innenluft auf kalte Wände, Fenster oder Decken trifft, kann Feuchtigkeit „kondensieren“. Diese Feuchte kann nach einer gewissen Zeit zu Schimmelbildung führen.
Wärmebrücken können z. B. an Bauteilanschlüssen und Durchdringungen entstehen. Also etwa an den Fensterlaibungen, an den Balkonanschlüssen,
einbindenden Decken und Wänden oder an den Dachtraufen. Dämmarbeiten an Anschlüssen von verschiedenen Bauteilen müssen daher immer mit besonderer Sorgfalt ausgeführt werden. Diese Arbeiten sollten Sie unbedingt dem Fachmann überlassen. Denn hier sind besonderes Fachwissen, viel Erfahrung und vorausschauende Planung notwendig. Auch für schwierige Situationen, wie z. B. die Laibungsdämmung, auskragende Balkonplatten oder einbindende Kellerdecken (siehe Abb. oben) gibt es fachgerechte Lösungen.
An den Außenwänden können auch durch fehlerhaft oder nachlässig angebrachte Dämmungen Wärmebrücken entstehen. Achten Sie auf eine saubere Verarbeitung der Dämmstoffe und vermeiden Sie die nachträgliche Beschädigung von Dampfsperren und Dampfbremsen, z. B. durch zu lange Schrauben beim Anbringen von Gipskartonplatten. Auch Wärmedämmverbundsysteme dürfen nicht beschädigt werden.
Zur Qualitätssicherung können nach Abschluss der Dämmarbeiten mit Thermografieaufnahmen Lücken in der Dämmung aufgespürt werden. Die so sichtbar gemachten Wärmelecks können rechtzeitig beseitigt werden. Unnötigen Energieverlusten und Bauschäden wird so wirksam vorgebeugt.
