Erweiterte Suche



Energie sparende Fenster sind ein Muss.

Oft sind es die Fenster eines Hauses, die zuerst ins Auge fallen. Von außen prägen sie den Charakter des Hauses. Nach innen sorgen sie für Licht und frische Luft.

Bei aller Vielfalt der Fenster in Form und Material: Sie sollten dicht schließen. Bei lästiger Zugluft oder Pfützen auf dem Fensterbrett sind Sie gut beraten, Ihre Fenster zu erneuern. Dabei bieten sich verschiedene Möglichkeiten, die Energieverluste zu senken. Sinnvoll ist die Kombination von Fenstererneuerung und Modernisierung der Fassade.

Da es bei der Fenstererneuerung eine Fülle kniffeliger Details zu beachten gibt, sollten Sie die Arbeiten einem Fachmann überlassen.

 

Fenster in voller Funktion.

Denken Sie auch darüber nach, welche Funktionen Ihr Fenster neben einem guten Wärmeschutz noch erfüllen soll. Bei starkem Außenlärm kann beispielsweise ein besonderer Schallschutz notwendig werden. An größeren Fensterflächen nach Süden, Osten und Westen sowie an Dachfenstern können außen liegende Lamellen oder Jalousien sinnvoll sein, damit im Sommer die Räume nicht überhitzen. Innen liegender Sonnenschutz, wie Vorhänge oder Innenjalousien, verhindert die Aufheizung der Räume nur wenig.

Grafik: Funktion Sonnenschutz-Jalousie innen/außen
Sonnenschutz Jalousie außen: Wärme bleibt draußen Sonnenschutz Jalousie innen: Wärme kommt herein

Moderne Fenster schließen sehr dicht. Deshalb werden Modelle mit speziellen Lüftungsöffnungen angeboten, den so genannten Außenwand-Luftdurchlässen (ALD). Diese sichern eine Mindestlüftung. Die Mehrkosten dafür betragen 10 bis 50 Euro pro Fenster. Auch die Nachrüstung bestehender Fenster mit ALD ist möglich, für 25 bis 100 Euro pro Durchlass, inklusive Montage.

Was der Gesetzgeber erwartet:Die Anforderungen an Fenster und Tür laut EnEV.

Was sie tun können Was die EnEV fordert
Erstmaliger Einbau oder Ersatz von innenliegenden Fenstern und Fenstertüren, Einbau von Vor- oder Innenfenstern Fenster Uw ≤ 1,3 W/(m²K)
Ersatz der Verglasung Ug-Glas ≤ 1,1 W/(m²K)
Ersatz der Verglasung im Kasten- oder Verbundfenster Einbau einer Scheibe mit infrarot-reflektierender Beschichtung mit einer Emissivität εn ≤ 0,2 (im Fachhandel erfragen)
Ersatz der Außentür U ≤ 2,9W/(m²K)

Für Sonderverglasungen (Schallschutz, Brandschutz, Einbruchshemmnug) gelten gesonderte Anforderungen.

Knackpunkte.

  • Achten Sie darauf, dass die Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk so schmal wie möglich gehalten wird. Eine Mindestfugenbreite von ca. 6 bis 10 mm (je nach konkretem System) ist jedoch notwendig.
  • Die Abdichtung muss mit dauerelastischem Dichtstoff erfolgen (z. B. vorkomprimierte Dichtbänder). Bauschaum ersetzt die innere bzw. äußere Abdichtung nicht.
  • Kontrollieren Sie, dass auch die Fuge unter dem Fenster, wo das Fensterbrett montiert wird, gedämmt und abgedichtet wird.
  • Sorgen Sie dafür, dass die innere Abdichtung dampfdicht ausgeführt wird.
  • Achten Sie auch auf gute Abdichtung der Rollladenkästen. Hier gilt: Keinen Bauschaum verwenden!
  • Wenn Sie Fensterläden haben möchten, sollte dies rechtzeitig berücksichtigt werden, wenn die Außenwand gedämmt wird. Achten Sie darauf, dass durch Befestigung keine Wärmebrücken entstehen.
  • Wenn Sie die Ausführung genau kontrollieren wollen, vereinbaren Sie mit dem ausführenden Unternehmen einen Luftdichtheitstest bzw. eine Infrarot-Thermografie, die Ihnen Wärmebrücken aufzeigt.

Kontakt

Kostenfreie Energie-Hotline der dena: 08000 736 734

Häufig gesucht