Neue Fenster.

Foto: Passivhausfenster
+ vergrößern
Passivhausfenster

Bei der Auswahl neuer Fenster sollten Sie auf einen möglichst niedrigen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) achten. Je gringer der U-Wert, desto geringer der Wärmeverlust.

Achten Sie bei neuen Fenstern auch auf den Rahmen.

Dabei ist nicht nur die Verglasung wichtig. Die höchsten Wärmeverluste treten nämlich am Rahmen auf. Besonders energiesparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen.

Bei der Wahl des Fensterrahmens gilt: Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen ab als Rahmen aus Metall. Glasteilende Sprossen erhöhen den Wärmeverlust des Fensters. So genannte „Warme Kante“- Fenster sind Isoliergläser, bei denen der Randverbund der beiden Glasscheiben durch Kunststoffe energetisch verbessert wurde. Entscheidend bei der Auswahl von Fenstern ist daher nicht nur der U-Wert der Verglasung Ug sondern der U-Wert des gesamten Fensters, der die Kurzbezeichnung Uw trägt.

Fenster mit üblicher 2-Scheiben-Isolierverglasung und ungedämmtem Rahmen (Uw = 1,3 W/ (m2·K)) kosten ca. 300 bis 400 Euro/ m2. Fenster mit verbesserter Isolierverglasung und gedämmtem Rahmen (Uw = 1,1 W/(m2·K)) kosten nur unwesentlich mehr. Mit einer 3-Scheibenverglasung sind sogar Uw-Werte von 0,8 W/ (m2·K) erreichbar. Die Mehrkosten einer 3-fach- gegenüber einer 2-fachverglasung belaufen sich je nach Qualität der Fenster auf ca. 60 bis 250 Euro pro Fenster.

Egal für welches Fenster Sie sich entscheiden: Wenn die Fenstererneuerung mit einer Außendämmung kombiniert wird, sollte auch die Lage des Fensters überprüft werden. Energetisch und häufig auch optisch vorteilhaft ist ein Verschieben nach außen. Wenn die Fenster bündig mit der Wärmedämmschicht abschließen, erspart das die Dämmung der Laibungen.

Grafik: Einbausituation des Fensters
+ vergrößern
Einbausituation des Fensters

Fenster neu – Wand feucht?

Grafik: Schimmelpilzbildung
+ vergrößern
Wenn sich warme, feuchte Raumluft an einer ungedämmten Außenwand abkühlt, kann sich Kondesnwasser bilden und Schimmelpilzbildung verursachen.

Nach Erneuerung oder Abdichtung der Fenster kann es bei unzureichender Wanddämmung und unzureichender Lüftung zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung an den Außenwänden kommen. Es muss daher ausreichend gelüftet werden. Darüber hinaus sollte der Ug-Wert der Verglasung nicht kleiner sein als der U-Wert der Außenwand. Auch aus diesem Grund lohnt sich die gleichzeitige Modernisierung von Fenstern und Fassade.

 

 

 

Kontakt

Kostenfreie Energie-Hotline der dena: 08000 736 734

Häufig gesucht