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Lückenlos gedämmt: die Gebäudehülle
Bei ungemütlichem Wetter heizen Sie Ihre Räume auf eine behagliche Temperatur. Aber in schlecht gedämmten Gebäuden ist die Wärme nur ein flüchtiger Gast. Sie entweicht über das Dach, ungedämmte Außenwände und zugige Fenster und Türen. Diese Wärmeverluste können Sie verhindern, indem Sie die Gebäudehülle möglichst lückenlos dämmen.
Wollen Sie die Außenhaut Ihres Gebäudes oder Teile davon modernisieren, sollten Sie zuerst entscheiden, welche Räume beheizt werden, also innerhalb des gedämmten Bereiches liegen sollen.
Wintergärten möglichst unbeheizt!
Unbeheizte Wintergärten werden nur durch die Sonne von außen temperiert und reduzieren so die Wärmeverluste des gesamten Hauses. Sie bilden eine Pufferzone zwischen innen und außen. Beheizte Wintergärten dagegen geben erhebliche Energiemengen in die Umwelt ab. Durch eine hervorragende Verglasung lassen sich diese Wärmeverluste aber verringern.

- Lage der wärmetauschenden Hüllfläche
Werden Keller oder Dach als Aufenthaltsräume genutzt und deshalb geheizt, sollten sie innerhalb der gedämmten Hülle liegen. Unbeheizte Räume wie Dachräume, Keller oder die Garage können Sie außerhalb der Dämmung halten. Bedenken Sie aber, dass dort im Winter eventuell Frost herrscht.
Achtung Wärmebrücke!
Um Energie zu sparen, muss die Wärmedämmschicht die beheizten Räume möglichst lückenlos vor dem unbeheizten Bereich bzw. der Außenluft schützen.
Jede Lücke bildet eine Wärmebrücke, erhöht die Gefahr der Schimmelpilzbildung an dieser Stelle und steigert die Energieverluste.
Bei Dämmstoffen gibt es eine große Auswahl
Bei der Auswahl der Dämmstoffe treffen Bauherren auf eine große Vielfalt von Produkten und Materialien. Bei letzteren lassen sich drei große Gruppen unterscheiden:
- Anorganische bzw. mineralische Dämmstoffe: z.B. Blähton, Calziumsilikat, Mineralwolle, Schaumglas
- Organische Dämmstoffe aus Erdöl: z.B. Polystyrolschaum oder Polyurethanschaum (PUR)
- Organische Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Hanf, Holzfasern, Schafwolle und Zellulose
Typisches Dämmstoffetikett
DEO:
Typkurzbezeichnung für Anwendung: DEO für Innendämmung der Decke oder Bodenplatte
Bemessungswert/B1:
Angabe der Wärmeleitfähigkeit und des Brandverhaltens
Achten Sie auf Wärmeleitfähigkeit und Brandverhalten
Besonders gute Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit (λ, Lambda-Wert) von maximal 0,035W/(mK). Je nach Einsatzgebiet und Art des Bauvorhabens sollten entweder nicht brennbare, (Kennzeichnung A), schwer brennbare (B1) oder höchstens normal entflammbare (B2) Dämmstoffe verwendet werden. Weitere wichtige Eigenschaften sind der Widerstand gegen Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das Gewicht, die ökologische Verträglichkeit und natürlich der Preis.
Dämmstoffe oder deren Verpackungen tragen verschiedene Kennzeichen
In jedem Falle ist die Wärmeleitfähigkeit aufgedruckt, auch die Klassifizierung des Brandverhaltens muss klar ersichtlich sein. Dämmstoffe müssen entweder das CE-Zeichen tragen (zeigt an, dass der Dämmstoff einer Europäischen Norm entspricht) oder das Ü-Zeichen (verweist auf Übereinstimmung mit nationalen Normen). Manche Stoffe können mit beiden Zeichen versehen sein.

- Ü- und CE-Kennzeichnung
Bei Dämmstoffen, die ausschließlich mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet sind, muss bei gleicher Wärmeleitfähigkeit 20% mehr Dicke gegenüber Dämmstoffen mit Ü-Zeichen berechnet werden.
Bauherren aufgepasst:
Um dieselbe Dämmqualität zu erhalten, müssen Sie bei ausschließlich CE-gekennzeichneten Dämmstoffen 20% mehr Dicke rechnen als bei Dämmstoffen mit Ü-Zeichen (z. B. 12 statt 10cm). Bei einigen Dämmstoffen ist zudem eine
Typkurzbezeichnung aufgedruckt. Diese gibt wichtige Hinweise darüber, in welchen Bereichen das Produkt eingesetzt werden kann.
Über die Vielfalt der Dämmstoffe und ihre Verwendung informieren ausführlicher die Informationsbroschüren von z. B. Umweltinstituten, Energieagenturen und Verbraucherschutzorganisationen.
Weitere Informationen zum Thema Dämmung finden Sie hier:
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