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Sanieren müssen – Sparen dürfen

Die Übergangsfristen in der seit 1998 neu geregelten 1. Bundesimissionsschutzverordnung (BImSchV) laufen am 1. November 2004 aus. Ab diesem Datum müssen die neuen Grenzwerte für alle Heizungsanlagen eingehalten werden. Dies bedeutet, dass gegebenenfalls alte Heizungen ausgetauscht werden müssen, obwohl sie noch „funktionieren“. Hintergrund ist der technische Fortschritt und die in internationalen Verträgen festgeschriebene Verpflichtung Deutschlands zum Klimaschutz. Interner Link weiter ...

Heizen Sie Ihr Geld nicht durch den Kamin

Behaglich geheizte Räume und warmes Wasser sind unverzichtbar für modernen Wohnkomfort. Um Wärme möglichst preiswert und umweltfreundlich zu erzeugen, sollten Sie moderne Heizungstechnik einbauen. Sie braucht bis zu 40% weniger Brennstoff als alte »Energiefresser«! Dadurch entlasten Sie Ihre Haushaltskasse oft um erhebliche Summen – und heizen auch noch mit mehr Komfort. Deswegen sollten Sie nicht warten, bis Ihre alte Heizung defekt ist. Schon nach 15 Jahren rechnet sich oft eine Erneuerung.

Zentralheizungssystem mit Solarenergie und Warmwasserbereitung.
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Zentralheizungssystem mit Solarenergie und Warmwasserbereitung. (Für eine vergrößerte Ansicht bitte die Grafik anklicken.)
Auf den Kessel kommt es an

Am meisten Energie können Sie sparen, indem Sie alte Öfen und Heizkessel ersetzen. In einigen Ein- oder Mehrfamilienhäusern gibt es noch Konstanttemperaturkessel, auch Standardheizkessel genannt, die den Brennstoff nur ungenügend nutzen und deshalb als überholt gelten. Gängiger sind Niedertemperaturkessel oder moderne, hoch effiziente Brennwertkessel.

Vergleich der Heizungsarten: Mehr- und Minderbedarf (Primärenergie) verschiedener Heizungsarten im Vergleich zum Niedertemperaturkessel.
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Vergleich der Heizungsarten: Mehr- und Minderbedarf (Primärenergie) verschiedener Heizungsarten im Vergleich zum Niedertemperaturkessel. Quelle: eza! (Für eine vergrößerte Ansicht bitte die Grafik anklicken.)
Brennwertkessel verbrauchen rund 10% weniger Brennstoff

Brennwertkessel nutzen auch die Abwärme im Abgas aus und benötigen rund 10% weniger Brennstoff als Niedertemperaturtechnik. Die Mehrkosten für einen Gas-Brennwertkessel gegenüber gebräuchlichen Niedertempera- turkesseln betragen etwa 300 bis 800 Euro.

Strom sollte man in der Regel nicht direkt verheizen, wie es in alten Direktheizungen oder Nachtspeicherheizungen geschieht. Dafür ist er zu kostbar. Denn um eine Kilowattstunde Strom herzustellen, benötigt man rund drei Kilowattstunden Energie in Form von Kohle, Öl oder anderen Brennstoffen.

Unser Tipp zum Thema Heizung

  • Wählen Sie die Technik, die den eingesetzten Brennstoff am besten ausnutzt, z. B. einen Brennwertkessel.
  • Prüfen Sie den Einsatz von erneuerbaren Energien oder von Nah- oder Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Wenn Sie Ihr Haus oder nur bestimmte Bauteile wie das Dach oder die Fassade wärmedämmen, braucht die Heizung weniger Leistung. Planen Sie dies beim Austausch Ihres alten Kessels mit ein.
  • Wärmepumpen, Brennwertkessel und Solarthermieanlagen arbeiten bei geringeren Vorlauftemperaturen mit dem besten Wirkungsgrad. Deshalb sollten Sie große Heizflächen verwenden. Die Heiztemperatur für konventionelle Heizkörper sollte 70°C nicht überschreiten. Bei Flächenheizungen genügen oft schon 35°C.
  • Die Dicke der Dämmung von Heizungsrohren sollte gleich dem Rohrdurchmesser sein, in der Regel jedoch mindestens 20 mm.
  • Entscheiden Sie sich bei Ersatz der Heizungsumwälzpumpe für ein Modell mit elektronischer Drehzahlregelung.
Wichtig: Der hydraulische Abgleich von Heizungssystemen
hydraulische Abgleich von Heizungssystemen
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Haus 1 (links) - Haus 2 (rechts) (Für eine vergrößerte Ansicht bitte die Grafik anklicken.)
Haus 1

Schlecht abgeglichenes Heizungssystem: Die Volumenströme sind nicht an die Leistung der Heizkörper angepasst. Ein Heizkörper wird nicht richtig warm, ein anderer kann die Leistung nicht abgeben. Dadurch ist der Rücklauf zu heiß.

Haus 2

Gut abgeglichenes Heizungssytem: Jeder Heizkörper erhält die Heizwassermenge, die seiner Leistung entspricht, der Rücklauf ist kalt.

Achtung Knackpunkte

  • Der hydraulische Abgleich (Einregulierung von Heizsträngen und Heizkörpern) wird oft vergessen. Er ist Voraussetzung für die Versorgung der Heizkörper mit der richtigen Heizwassermenge. Dies überlassen Sie besser einem Fachmann.
  • Bei falschem Rohrquerschnitt, mangelhaften Rohrdurchführungen oder falsch dimensionierten Pumpen kann es zu störenden Geräuschen kommen.
  • Wand- oder Fußbodenheizungen müssen zur kalten Seite hin gut gedämmt sein.
  • Die Wärmedämmung von Heizungsrohren und Armaturen darf an Übergängen, Bögen und Verzweigungen keine Lücken aufweisen.

Für die Modernisierung der Heizung können folgende Förderprogramme in Anspruch genommen werden:

 

  • Externer Link KfW-Programm Wohnraum Modernisieren (ÖKO-PLUS) für den Austausch des alten Kessels durch einen modernen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel oder eine Wärmepumpe
  • KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm für die Erneuerung des Heizungssystems im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen, den Austausch von Einzelraumöfen sowie Kohle- und Nachtspeicher- heizungen gegen Öl- und Gasbrennwertkessel gekoppelt mit einer Solaranlage
  • Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle(BAFA) für Solarthermie und Biomasse (z. B. Holzpellets)
  • Fördermittel einiger Energieversorger für Solaranlagen
  • Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Mehr zum Thema Förderprogramme erfahren Sie auf unseren Interner Link Förderseiten

Weitere Informationen zum Thema Heizungs-Modernisierung finden Sie hier:

Zeitgemäß und wirtschaftlich: regenerative Energieträger

Die Heizungsmodernisierung bietet auch die Chance, einen anderen Energieträger oder Brennstoff zu wählen. Interner Link mehr ...

Wohin mit dem Heizkessel?

Bevor Sie Ihren Kessel installieren, sollten Sie prüfen, ob die Abwärme der Heizungsanlage direkt genutzt werden kann, beispielsweise durch Einbau in der Küche. Interner Link mehr ...

Wärme gut verteilen

Auch bei den Heizungsrohren und den Heizkörpern lässt sich manche Kilowattstunde sparen. Interner Link mehr ...

Gebäudemodernisierung mit Heizungsaustausch koppeln

Die komplette Erneuerung der Heizung erfolgt am besten im Zuge einer umfassenden Modernisierung des gesamten Gebäudes.Interner Link mehr ...

Kontakt

Kostenlose Energie-Hotline der dena: 0800 0 736 734

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