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Heizung

  • Wählen Sie die Technik, die den eingesetzten Brennstoff am besten ausnutzt, z. B. einen Brennwertkessel.
  • Prüfen Sie den Einsatz von Erneuerbaren Energien oder von Nah- oder Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Wenn Sie Ihr Haus oder nur bestimmte Bauteile wie das Dach oder die Fassade wärmedämmen, braucht die Heizung weniger Leistung. Planen Sie dies beim Austausch Ihres alten Kessels mit ein.
  • Wärmepumpen, Brennwertkessel und Solarthermieanlagen arbeiten bei geringeren Vorlauftemperaturen mit dem besten Wirkungsgrad. Deshalb sollten Sie große Heizflächen verwenden. Die Heiztemperatur für konventionelle Heizkörper sollte 70°C nicht überschreiten. Bei Flächenheizungen genügen oft schon 35°C.
  • Die Dicke der Dämmung von Heizungsrohren sollte gleich dem Rohrdurchmesser sein, in der Regel jedoch mindestens 20mm.
  • Entscheiden Sie sich bei Ersatz der Heizungsumwälzpumpe für ein Modell mit elektronischer Drehzahlregelung.

Wärmepumpen

  • Elektrische Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme aus Erdreich, Grundwasser, Außenluft oder Abluft und reduzieren auf diese Weise den  Kohlendioxidausstoß.
  • Nur ein Viertel der Heizenergie muss als Strom für den Antrieb der Wärmepumpe zugeführt werden.
  • Etwa drei Viertel der Heizenergie bezieht die Wärmepumpe aus der Umwelt. Je höher der Energieanteil aus der Umwelt ist, desto effektiver arbeitet eine Wärmepumpe.
  • Bei einem hohen Energieanteil aus der Umwelt ist es sinnvoll, Elektroenergie zum Heizen einzusetzen.
  • Energetisch vorteilhaft ist die Verwendung von Erdwärme oder Grundwasser als Wärmequelle und der Einsatz einer Flächenheizung wie z.B. einer Fußbodenheizung.

Warmwasser

  • Mit modernen Solarkollektoren können Sie Ihr Warmwasser im Sommer bis in die Übergangszeit hinein erwärmen, dadurch Brennstoffe sparen und Ihre Energiekosten stark verringern.
  • Eine gute Solaranlage kann durchaus 60% Ihres jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser decken. Nur im Winter muss der Heizkessel einspringen.
  • Wenn Sie sich einen Wärmemengenzähler einbauen lassen, können Sie damit den Ertrag Ihrer Solaranlage genau ablesen. 

Lüftung

  • Wenn Sie keine Lüftungsanlage haben, lüften Sie am besten mit weit geöffnetem Fenster (zwei- oder dreimal am Tag) – im Winter jeweils 5 bis 10 Minuten, im Frühjahr und Herbst ca. 15 bis 30 Minuten. Schlafräume (auch Kinderzimmer) sollten Sie direkt nach dem Aufstehen lüften.
  • Vermeiden Sie dauerhaft angekippte Fenster.
  • Wenn Sie eine automatische Lüftungsanlage einbauen, sollte diese während der Heizperiode täglich mindestens 12 Stunden laufen. Im Sommer kann sie ausgeschaltet bleiben.
  • Die Lüftungsanlage sollte regelbar sein, damit sie während des Duschens oder Kochens auf eine höhere Leistung eingestellt werden kann.
  • Beim Einbau einer Lüftungsanlage sollten Sie Anlagen mit einem Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung von mindestens 80% wählen.
  • Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung können nur dann energieeffizient arbeiten, wenn das Gebäude luftdicht ist. Der mit einem Luftdichtheitstest (dem so genannten Blower-Door-Test) ermittelte Luftwechsel muss auf jeden Fall weniger als 1 pro Stunde betragen – je kleiner, desto besser.

Dämmung

  • Wenn Luft aus dem Innenraum in die Wärmedämmschicht gelangt, kühlt sie sich ab. Dabei wird Feuchtigkeit frei. Bauteile können durchfeuchten, Dämmstoffe können verklumpen.
  • Durch dauerhafte Feuchte kann sich Schwamm bilden, Holzteile können faulen und ihre Festigkeit verlieren.
  • Daher muss die Innenseite der Dämmung gegen eindringende Feuchtigkeit durch eine lückenlose, luftdichte Schicht geschützt werden. Diese kann aus Folie oder Pappe bestehen.
  • Die luftdichte Schicht ist gleichzeitig die Dampfsperre oder die Dampfbremse, sie kann aber auch diffussionsoffen sein.
  • Die Entscheidung über das richtige Material sollten Sie gemeinsam mit einem Fachmann treffen.

Dachdämmung

  • Beim Flachdach mindestens 14cm Dämmstoffdicke, besser jedoch 20cm oder mehr. Fachbetrieb beauftragen!
  • Die oberste Geschossdecke sollten Sie mindestens 12cm dick dämmen. Aber: 18 bis 20cm Dämmstoffdicke erhöhen die Kosten nur unwesentlich, erhöhen aber die Energieeinsparung deutlich.
  • Im Schrägdach dämmen Sie so dick wie möglich. Die Sparrenhöhen möglichst voll ausnutzen. Bei einer Kombination mit Auf- oder Untersparrendämmung zwischen 20 und 24cm dick dämmen.
  • Auf Schwachstellen, wie z. B. Mauerkronen, gehören mindestens 6cm Dämmstoff.

Außenwanddämmung

  • Für Außendämmung sind im Allgemeinen mindestens 8cm, besser 10 bis 12cm Dämmstoffdicke einzusetzen.
  • In Fensterlaibungen 2cm Dämmstoffdicke nicht unterschreiten! Mindestens 4cm sind empfehlenswert.
  • Innendämmungen benötigen ca. 6cm Dämmstoff. Wegen der Gefahr von späteren Bauschäden durch Nässe zwischen Dämmung und Wand sollte hier ein Fachmann zu Rate gezogen werden.
  • Wärmedämmverbundsysteme werden geklebt und möglichst nicht gedübelt. Zusätzliches Dübeln ist bei Wärmedämmverbundsystemen unter 20 m Gebäudehöhe nur dann erforderlich, wenn der Untergrund nicht ausreichend trägt, z. B. bei sandigem Altputz oder alten Beschichtungen. Jeder Dübel ist eine Wärmebrücke!
  • Bei hinterlüfteten Fassaden sollten Sie auf eine Unterkonstruktion achten, die möglichst wenige Wärmebrücken aufweist, z. B. indem Sie Kunststoffdübel verwenden, die Holztraglattung kreuzweise verlegen und zweilagig dämmen.

Fenster

  • Das gesamte Fenster sollte U = 1,4 W/(m2K) nicht überschreiten.
  • Für das Glas sollte der U-Wert höchstens 1,1 W/(m2K) betragen.
  • Außen angesetzte Rollladenkästen sind energetisch günstiger als integrierte.

Keller

  • Für Kellerdecken zwischen unbeheizten Kellern und Wohnetagen sollten Sie mindestens 6cm Dämmstoff einsetzen.
  • Die Dämmung zum Erdreich sollte bei beheizten Kellern mindestens 6cm dick sein.
  • Achten Sie auf einen guten Anschluss der Dämmschichten an der Kellerwand zur Außenwanddämmung.
  • Dämmen Sie unbeheizte Keller gut gegen den beheizten Treppenaufgang.
  • Bei Feuchtigkeit im Keller muss der Fachmann ran.

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