Änderungen energetischer Anforderungen mit der EnEV 2014

Nachfolgend haben wir für die wichtigsten Änderungen zusammengestellt, die sich aus der EnEV 2014 für Nichtwohngebäude ergeben:

Neubau

  • Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen an Neubauten um 25 Prozent – ab 2016. (Ausnahme: Gebäudezonen >4m Raumhöhe mit Gebläse- oder Strahlungsheizungen).
  • Begrenzung Transmissionswärmeverluste ab 2016: bei Nichtwohngebäuden Verschärfung mittlerer U-Werte um 20% ab 1. Januar 2016 (Ausnahme: Gebäudezonen >4m Raumhöhe mit Gebläse- oder Strahlungsheizungen).
  • Senkung des Primärenergiefaktors von Strom.

    • Reduzierung Primärenergiefaktors fp (Strommix) auf 2,4, Verdrängungsstrom 2,8 (Bezugnahme DIN V 18599/2011),
    • Reduzierung fp (Strommix) ab 2016 auf 1,8.

  • Statische Verweise auf DIN V 18599: 2011-12.
  • Neue Referenzklimazone: Potsdam

Bestand

  • Keine Verschärfung bei Sanierungen (Änderungen, Ausbau, Erweiterungen).
  • Austausch- und Nachrüstverpflichtungen

    • Austauschpflicht für alte Heizkessel (älter als 30 Jahre)
    • Pflicht zur Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren
    • Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke
    • Pflicht zur Außerbetriebnahme für elektrische Nachtspeicherheizungen wurde aufgehoben (EnEG Novelle).

  • Bei An- und Ausbauten (Nutzfläche >50 m²) gelten Neubauanforderungen nur beim Einbau eines neuen Wärmeerzeugers, zusätzlich sind die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz einzuhalten.
  • Zulassung von Simulationsrechnungen für bauliche o. anlagentechnische Komponenten.
  • Nachweis sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2:2013.

    • Sonneneintrags-Kennwertverfahren
    • Begrenzung der Übertemperaturgradstunden (thermische Simulation).

  • Gemeinsame Heizungsanlage für mehrere Gebäude: Berechnung als zentrale Heizungsanlage für jedes Gebäude (anteilige Berücksichtigung der Größe, Leistung und Wärmeverluste).

Formale Änderungen.

Energieausweis

  • Aushangpflicht für Energieausweise wurde erweitert.

    • Behördliche Gebäude mit starkem Publikumsverkehr: Aushangpflicht bei AN > 500 m², ab dem 8. Juli 2015 > 250 m²
    • Private Eigentümer von Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr: Aushangpflicht bei AN > 500 m2.

  • Neu ausgestellte Energieausweise erhalten eine Registriernummer bei der Registrierstelle Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt).
  • Modernisierungsempfehlungen jetzt Bestandteil des Energieausweises, Seite 4.
  • Bei Neubauten: Ausstellung und Übergabe eines Energieausweises an Eigentümer.
  • Bei Bestandsimmobilien: Vorlage des Energieausweises spätestens bei Besichtigung und Übergabe nach Vertragsabschluss.
  • Energieverbrauchsausweise enthalten Werte für Endenergie- und den Primärenergieverbrauch (§19).
  • Erweiterte Felder mit Angaben zum EEWärmeG.
  • Vereinfachungen nach EnEV Anlage 2 über die Flächenermittlung und Zonierung.

Pflichtangaben energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen

Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien müssen künftig folgende  Angaben enthalten:

  1. Art des Energieausweises (Bedarfs oder Verbrauchsausweis)
  2. Endenergiebedarfs- oder -verbrauchswert
  3. Im Energieausweis genannte wesentliche Energieträger Heizung
  4. Bei Nichtwohngebäuden getrennte Angabe der Werte für Strom und Wärme  für Endenergiebedarf bzw. –verbrauch

Kontrollsysteme für Energieausweise und Inspektionsberichte von Klimaanlagen

  • Geregelt werden die Beantragung und Vergabe von Registriernummern für Energieausweise und Inspektionsberichte (§26c).
  • Vergabe der Registriernummer „unverzüglich“ nach Antragstellung von der Registrierstelle Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt).
  • Stichprobenkontrollen von Energieausweisen und Inspektionsberichten (§26d).

    • Dreistufiger Umfang der Kontrollen für Energieausweise:

      • Einfache Validierung der Eingabe-Gebäudedaten und Ergebnisse
      • Genauere Überprüfung der Eingabedaten und Ergebnisse
      • Vollständige Prüfung aller Daten mit eventueller Vor-Ort-Begehung des Gebäudes

  • Übermittlungspflicht von Daten und Unterlagen für Aussteller bei Stichprobenkontrollen.

dena-Portale zu energieeffizienten Gebäuden

geea.

Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) ist ein Zusammenschluss aus Vertretern aus Industrie, Forschung, Handwerk, Planung, Energieversorgung und Finanzierung.

Energieeffiziente Kommune

Energie- und Klimaschutzmanagement für Städte und Gemeinden: Von der ersten Idee bis zur Umsetzung.

Effizienzhaus

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Kompetenzzentrum Contracting

Zentrale Informations-Plattform zum innovativen Energiesparmodell Contracting für öffentliche Gebäude.

Die Energieeffizienz-Experten

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