Maßnahmen 1.500 bis 7.000 Euro

So bleibt es warm! Ideen für Effizienzmaßnahmen von 1.500 bis 7.000 Euro.

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Der Rundumschutz

Ein guter Wärmeschutz verringert entscheidend den Energiebedarf Ihres Hauses und damit auch die Heizkosten. Auch mit einfachen Maßnahmen erreichen Sie kostengünstig und schnell eine Verbesserung des Wärmeschutzes. Und manches kann man auch selbst erledigen:

  • Dämmen der obersten Geschossdecke oder des Dachs
  • Dämmen der Kellerdecke oder des Kellerfußbodens
  • Abdichten von Gebäudefugen, z. B. an Fenstern und Hauseingangstüren


Auf der Innenseite der Dämmung sollte gegen Feuchtigkeit eine dampfdichte Folie lückenlos angebracht werden – das ist die sogenannte Dampfbremse.

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Die oberste Geschossdecke

Ein gedämmtes Dach bzw. eine gedämmte Geschossdecke spart Energie. Denn Wärme steigt nach oben – und kann über ungedämmte Bauteile leicht entweichen. Die Folge sind hohe Energieverluste. Das lässt sich leicht verhindern:

  • Bei einem zugänglichen Raum zwischen oberster Geschossdecke und Dach: Legen Sie eine zusätzliche Dämmschicht aus. Dazu wird der Dämmstoff auf dem Dachboden verlegt, ausgerollt oder als Schüttung aufgebracht. Wichtig ist eine lückenlose Verlegung.
  • Verarbeiten Sie das Material trittfest oder belegen Sie es mit Brettern. So kann der Dachboden weiterhin genutzt werden.
  • Empfehlenswert ist eine Dämmstärke von mindestens 14 – 18 cm Dicke. Eine Dämmung bis zu 30 cm ist noch besser. Die Mehrkosten sind gering, aber die zusätzliche Einsparung lohnt sich.

Mindestanforderungen

Gesetzlich sind Hauseigentümer seit 2014 zum Nachrüsten verpflichtet, sollte die oberste Geschossdecke nicht den Mindestanforderungen an den Wärmeschutz entsprechen. Eine Alternative hierzu ist die direkte Dämmung des Daches. In einigen Fällen gibt es Ausnahmen. Details dazu erläutert Ihnen Ihr Berater.

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Die Kellerräume

Fußwärme statt Kaltfüße

Egal ob Heiz-, Hobby- oder ungenutzter Kellerraum: Ist der Keller ungedämmt, geht viel Wärme ins umliegende Erdreich verloren. Eine Dämmung spart dann Energie.

An welcher Stelle die Dämmung optimal angebracht wird, hängt von der zukünftigen Nutzung der Kellerräume ab:

  • Soll der Keller beheizt werden, dämmen Sie die Kellerwände und den Boden.
  • Ist der Keller ein unbeheizter Raum, den Sie nicht als Aufenthaltsraum nutzen, dämmen Sie die Kellerdecke zum Wohnraum hin.

In beiden Fällen beendet eine Kellerdämmung die Zeit der Fußkälte im Erdgeschoss. Grundsätzlich gilt: Für die Sanierung und Trockenlegung feuchter Wände zum Erdreich sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Fehler können hier zu erheblichen Bauschäden führen. Vorsicht ist bei unbeheizten Kellern und beheizten Treppenaufgängen geboten: Hier den Keller zur Treppe hin unbedingt gut abdichten.

Tipp

Achten Sie bei Kellerdecken zwischen beheizten und unbeheizten Bereichen auf eine ausreichende Dämmstoffdicke und eine geringe Wärmeleitfähigkeit des Materials.

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Warmes Wasser - effizient und erneuerbar

Wer sein warmes Wasser mit Solarthermie erzeugen möchte, kann die Investition am besten mit der Erneuerung des Heizsystems kombinieren. Brennwertkessel erzeugen die Wärme sehr effizient. Auch Pelletkessel lassen sich sehr gut mit Solarthermie kombinieren.

Die Vorteile.

  • Sie sparen über Jahrzehnte hinweg Brennstoff.
  • Eine solarthermische Anlage kann oft in sonnenreichen Monaten die Trinkwassererwärmung allein übernehmen: Der Heizkessel bleibt dann aus.
  • Der Heizkessel wird erst im Herbst, wenn die Sonnen­einstrahlung nachlässt, für warmes Wasser benötigt.
  • Im Jahresdurchschnitt liefert eine Solaranlage einen beträchtlichen Teil der für die Wassererwärmung benötigten Energie.

Flach- oder Röhrenkollektoren?

In beiden Kollektoren verlaufen kleine Röhren, die eine Wärmeträgerflüssigkeit durchströmt. Daran sind Wärmeleitbleche geschweißt, welche Wärme aufnehmen und die Flüssigkeit weiterleiten. Flachkollektoren sind robuster und kostengünstiger. Bei Röhrenkollektoren sind die wärmeaufnehmenden Metallröhrchen in Glasröhren untergebracht, die unter Vakuum stehen. Sie erzielen höhere Wirkungsgrade als Flachkollektoren, sind jedoch etwas teurer.