Sie möchten ein neues Haus bauen?

Das eigene Heim – endlich Platz für die ganze Familie und für die Hobbys. Dann: Ein Garten zum Austoben, zum Gärtnern und Genießen.  Ebenso wichtig wie die Optik und die Größe eines Hauses sind die technischen Eigenschaften, die man als Laie auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt, die den Energiebedarf jedoch beeinflussen. Wer energiebewusst baut, spart Geld und steigert langfristig den Wert des Hauses.
Mit der Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – hat der Gesetzgeber Mindeststandards für den Energiebedarf von Gebäuden festgelegt. Damit wird bei heutigen Neubauten ein deutlich besseres Qualitätsniveau erreicht, als dies früher der Fall war.

Die Energieeinsparverordnung lässt Bauherren viel Spielraum, jeder kann im Rahmen der üblichen Vorschriften bauen, wie er mag. Er muss aber Gebäudehülle und Anlagentechnik gemeinsam berücksichtigen. Dieser ganzheitliche Effekt wirkt sich vielfach aus: Ein geringer Energiebedarf schont nämlich den Geldbeutel ebenso wie die Umwelt, er erhöht das Wohlgefühl der Bewohner ebenso wie den späteren Wiederverkaufswert des Hauses.

Foto neues Haus

Denn Investitionen in Energieeffizienz sind Investitionen in die Zukunft: So ist die heute eingebaute Heizung voraussichtlich bis zum Jahr 2030 in Betrieb. Da werden falsche Entscheidungen „auf lange Sicht“ richtig teuer.

Übrigens: Die Betriebskosten eines Gebäudes sind im Regelfall über die Jahre deutlich höher als die einmaligen Investitionskosten. Es lohnt sich, sich rechtzeitig beim Bau seines Hauses auf alle Eventualitäten einzurichten und den Verbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. Die Mehrkosten für einen energiesparenden Neubau müssen gar nicht groß sein und ihr Spareffekt reicht weit in die Zukunft.

Auswahl Grundstück und Gebäude

Grundstücksauswahl

Zu Beginn aller Planungen steht die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Entscheidend sind dabei meist die Nähe zu Schulen, Arbeitsplätzen und Einkaufsmöglichkeiten. Entspricht die Lage, der Schnitt des Grundstücks den persönlichen Vorstellungen? Zu bedenken ist auch, dass bereits mit der Entscheidung für oder gegen das Grundstück Weichen gestellt werden, die den Energieverbrauch beeinflussen können. Denn bei der Beurteilung von Grundstücken hinsichtlich Lage und Ausrichtung können hier oftmals erhebliche Unterschiede festgestellt werden.

Gebäudeausrichtung

Foto Haus

In vielen Fällen bestimmt das Grundstück schon die Gestalt und die Ausrichtung des Gebäudes, bisweilen bestehen sogar Auflagen des Bebauungsplans. In jedem Fall sollte dem Grundstück mit windgeschützter Lage der Vorzug gegeben werden. Auf die Vermeidung von Verschattungen sollte man bei der Wahl des Bauplatzes ebenfalls großen Wert legen, besonders wenn die Nutzung von Sonnenenergie geplant ist.

Wer Aufenthaltsräume wie Wohn- und Kinderzimmer sowie Essbereiche nach Süden hin ausrichtet und große Fensterflächen einplant, fängt ein Maximum an Licht und Wärme ein, die die Sonne gratis liefert. Große Glasflächen nach Süden können im Sommer aber auch zu einer Überhitzung der Räume führen. Ein Vordach oder ein Balkon halten die senkrechten Sonnenstrahlen im Sommer ab und lassen die Sonne in den kälteren Jahreszeiten hinein. Auch mit halbtransparenten Klapp- oder Schiebeläden kann man die Sommersonne abhalten. Nebenräume wie Treppenhaus, Küche, Sanitär- und Abstellräume können hingegen aus energetischer Sicht nach Norden hin liegen.

Bietet das Haus der Sonne seine „Breitseite“ an, lassen sich größere Dachflächen mit Sonnenkollektoren ausstatten. Das hilft, Brauchwasser für Bad und Dusche zu erwärmen. Größere Anlagen können die Heizung unterstützen.

Prüfen sollte man auch, ob der örtliche Energieversorger am Baugrundstück bereits eine Leitung für Nah- oder Fernwärme verlegt hat, an die man sich anschließen kann, oder ob es stattdessen eine Gelegenheit gibt, sich z. B. mit Erdgas zu versorgen.

Verschachtelte Gebäudeform
Foto Verschachtelte Gebäudeform
Kompakte Gebäudeform
Kompakte Gebäudeform

Auch die Form des Gebäudes selbst wirkt sich auf seinen Energiebedarf aus. Keller- und Außenwände, die Fenster und das Dach geben Wärme an die Umgebung ab. Bei der Planung geht es daher um das Verhältnis zwischen dem Rauminhalt des Hauses und seiner Außenfläche. Hier hilft der Blick ins Mathematikbuch: Von allen Körpern besitzt die Kugel bei größtmöglichem Inhalt die geringste Außenfläche. Und wenn es rechtwinklig zugehen soll, wie bei einem Gebäude, hat diese Eigenschaft der Würfel.

Das heißt für den Bauherrn, dass ein Haus mit kompakter, einfacher Gebäudeform deutlich weniger Energie an seine Umwelt abgibt als eines mit Vorsprüngen, Erkern und Gauben. An denen kann sich überdies noch ein kühlender Wind fangen.

Wer aus optischen Gründen nicht auf Gestaltungselemente wie Gauben oder Vorsprünge verzichten will, muss ganz besonderen Wert auf die Wärmedämmung legen. Das gilt auch für beheizte Nebenräume wie Werkstätten oder Hobbyräume. Sie sollten in die Gebäudehülle integriert sein.

Die Wahl des Haustyps hat ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf. Doppel- und Reihenhäuser haben eine bessere Energiebilanz als freistehende Gebäude, weil sich ihre seitlichen Flächen gegenseitig schützen. Wer sich für eine solche Bauform entscheidet, spart deshalb deutlich an Heizkosten.

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