Hydraulischer Abgleich

Mit hydraulischem Abgleich wird die Abstimmung und Einstellung aller Teile des Heizsystems aufeinander bezeichnet. Dann kann genau die Wärmemenge die Räume erreichen, die jeweils benötigt wird – so wenig Energie wie möglich geht verloren.

Weitere Informationen im Filmbeitrag zum Thema.

Wie funktioniert der Abgleich?

Hydraulischer Abgleich. Quelle: Oventrop
Foto: Hydraulischer Abgleich. Quelle: Oventrop

Das Heizungssystem ist ein verzweigtes Netz aus kurzen und langen, dicken und dünnen Rohren. Heizungswasser sucht sich automatisch den Weg des geringsten Widerstands: am liebsten kurze und dicke Rohre. Bei unabgeglichenen Systemen werden Heizkörper in entfernten Räumen, zum Beispiel im Dachgeschoss, nicht ausreichend versorgt, während nahegelegene Räume, etwa direkt über dem Heizungskeller, mit Wärme überversorgt werden.

Stärkere Pumpen oder höhere Vorlauftemperaturen können diese Symptome manchmal lindern – auf Kosten höherer Energieverbräuche oder störender Strömungsgeräusche. Eine effiziente und komfortable Lösung ist die saubere Einstellung des Systems – der hydraulische Abgleich.

Was passiert dabei?

Beim hydraulischen Abgleich werden in die (großen und kurzen) Leitungen Engpässe und Widerstände eingesetzt, um das Heizungswasser gleichmäßig zu verteilen. Dies ist eine Aufgabe für den Heizungsfachmann. Er geht dabei wie folgt vor:

  1. Für jeden Raum ermittelt er die tatsächlich benötigte Wärmemenge. Hierbei berücksichtigt er die Dämmung der Außenwände, die Qualität der Fenster und Verluste über Fußboden und Decke.
  2. Als Nächstes schaut er die Heizkörper an und bestimmt abhängig von der Heizkörpergröße und der Vorlauftemperatur des Heizsystems die notwendige Heizwassermenge.
  3. Um die richtige Pumpenleistung zu ermitteln, muss das gesamte Rohrnetz erfasst oder sinnvoll abgeschätzt werden.
  4. Dann wird gerechnet! Als Ergebnis erhält der Heizungsfachmann die Voreinstellungswerte für die Thermostatventile oder die Heizkörperverschraubungen.
  5. Zum Schluss stellt er die jeweils ermittelten Werte an den Ventilen ein.

Bei Modernisierungsmaßnahmen, die von der KfW-Förderbank mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, muss immer auch ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems durchgeführt werden.

Gut abgeglichenes Heizungssystem: Jeder Heizkörper erhält die Heizwassermenge, die seiner Leistung entspricht, der Rücklauf ist kalt.
Schlecht abgeglichenes Heizungssystem: Die Volumenströme sind nicht an die Leistung der Heizkörper angepasst. Ein Heizkörper wird nicht richtig warm, ein anderer kann die Leistung nicht abgeben. Dadurch ist der Rücklauf zu heiß.

Weitere Tipps zum richtigen Heizen, Dämmen und Lüften finden Sie in der Broschüre:

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