Energieeinsparverordnung 2014

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Die von der Bundesregierung im Oktober 2013 verabschiedete Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Die energetischen Standards für Neubauten stiegen ab Januar 2016 in einem Schritt um 25 Prozent. Für Bestandsgebäude sind keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen. 

Die Neufassung der EnEV setzt die Europäische Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sowie verschiedene Beschlüsse der Bundesregierung zur Energiewende um.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  1. Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen (Gesamtenergieeffizienz) an neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude um 25 Prozent seit 1.1.2016. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss zudem im Schnitt etwa 20 Prozent besser ausgeführt werden.
  2. Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und nach dem 1.1.1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizkessel vor 1985 eingebaut, dürfen diese schon ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie für bestimmte selbstnutzende Ein- und Zweifamilienhausbesitzer.
  3. Oberste Geschossdecken in Bestandsgebäuden, die nicht den Mindestwärmeschutz erfüllen, müssen seit dem 1.1.2016 gedämmt sein (U-Wert kleiner/gleich 0,24 W/m² K). Die Forderung gilt als erfüllt, wenn das darüber liegende Dach gedämmt ist oder den Mindestwärmeschutz erfüllt.
  4. Für den Gebäudebestand sind keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen.
  5. Neuskalierung des Bandtachos im Energieausweis für Wohngebäude bis 250 kWh/(m²a) und Stärkung der Modernisierungsempfehlungen. Der Bandtacho wurde zusätzlich durch Energieeffizienzklassen von A+ bis H ergänzt.
  6. Verkäufer und Vermieter von Immobilien sind verpflichtet, den Energieausweis an Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden.
  7. Energetische Kennwerte (Endenergie) müssen im Falle des Verkaufs oder der Vermietung in Immobilienanzeigen angegeben werden. Liegt ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vor, muss die entsprechende Einstufung auch veröffentlicht werden.
  8. Erweiterung der Aushangpflicht für Energieausweise für öffentliche Gebäude mit starkem Publikumsverkehr ab 250m² Nutzfläche und entsprechende private Gebäude ab 500 m² Nutzfläche. 
  9. Senkung des Primärenergiefaktors von Strom auf 2,4 und seit 2016 auf 1,8.
  10. Einführung von Stichprobenkontrollen für Energieausweise.
  11. Einführung eines Kontrollsystems für Inspektionsberichte von Klimaanlagen.


Der Inhalt ist sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt worden. Die dena übernimmt keinerlei Haftung für eventuell falsche oder missverständliche Darstellungen.

Energieausweisformulare der EnEV 2014

Mit in Kraft treten der EnEV 2014 am 1. Mai 2014 sind Energieausweise nach den neuen Ausweisformularen auszustellen.

Die folgenden Dateien enthalten Ausweisformulare für Wohn- und Nichtwohngebäude.

Bekanntmachungen

Bekanntmachungen zur EnEV 2014 vom 17.04.2014

 Pflichtangaben in Immobilienanzeigen und „alte“ Energieausweise (9.7 MB)

Bekanntmachungen für Wohngebäude vom 07.04.2015

 für Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung  (466 KB)

 für Regeln für Energieverbrauchswerte (299 KB)

Bekanntmachungen für Nichtwohngebäude vom 07.04.2015

 für Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung (402 KB)

 für Regeln für Energieverbrauchswerte und Vergleichswerte (287 KB)

Lesefassung EnEV 2014

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