Panorama

Klimaschutz und Mieterschutz gehen Hand in Hand

Mit Hilfe des Projekts „Klimaschutz trifft Mieterschutz – Wege zu einer sozialverträglichen Gebäudesanierung“ (MietKlimaSchutz) soll die Akzeptanz für energetische Sanierungen gesteigert werden. Über Vorteile für Mieter*innen wird informiert, mit negativen Vorurteilen aufgeräumt.

Foto: flickr/opyh

Die Kernbotschaft des gemeinsamen Projekts der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Deutschen Mieterbunds lautet: Das energetische Sanieren von Wohnungen ist nicht gleichbedeutend mit hohen Mieten oder Verdrängung. Die veralteten Vorurteile auszuräumen, ist vor allem in Hinblick auf den Klimaschutz von Bedeutung. Denn um einen klimaneutralen Gebäudebestand 2050 zu erreichen, muss die Sanierungsrate von momentan einem Prozent auf mindestens zwei Prozent gesteigert werden.

Mit Praxisbeispielen gegen das Negativ-Image

Oftmals sind Mietsteigerungen die Folge von erfolgreichen energetischen Sanierungen gewesen, die zur Verdrängung der Mieter*innenschaft führten und zum Negativ-Image der Maßnahmen beitrugen. Damit dies keine zwangsläufige Konsequenz sein muss, sollen im Rahmen des Projekts Lösungen diskutiert und Praxisbeispiele untersucht werden. Ziel der Kommunikationskampagne ist es, energetische Sanierungen sozialverträglich voranzutreiben.  

Akzeptanzförderung durch eine breite Debatte

Mit einer breit angelegten Kampagne soll eine vielfältige Zielgruppe mit der Botschaft erreicht werden. Neben Mieter*innen sind auch Vermietende, die Politik und Medien angesprochen, um einen effektiven Austausch bezüglich der Bedenken und Handlungsmöglichkeiten zu fördern. Veranstaltungen sollen diese Debatten im Rahmen der Kampagne gezielt fördern. In mehreren Etappen sollen ein Leitfaden für Sanierungsprojekte erstellt und eine Mieter*innenbefragung durchgeführt werden. Begleitet werden diese Maßnahmen von Aufklärungsmaterialien und Fachveranstaltungen. 

Gefördert wird das Projekt durch Mittel der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. 

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