Politik

Ältere Kamine müssen bis Ende 2020 umgerüstet werden

Kaminöfen sind eine nicht zu verachtende Quelle von Feinstaubemissionen. Nachdem viele sehr alte Öfen bereits ausgetauscht oder nachgerüstet werden mussten, besteht für manche Kamine noch eine Frist bis Ende nächsten Jahres.

Foto: Pixabay/jlannek

Die erste Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) sieht vor, dass alle Öfen, die bis zum 31. Dezember 2020 26 und mehr Jahre in Betrieb sind bis Ende 2020 des Jahres stillgelegt werden – im Namen der Gesundheit. Denn die von Öfen ausgehende Feinstaubbelastung kann Husten und Asthma provozieren und stellt somit ein Gesundheitsrisiko für das Herz-Kreislaufsystem dar. Zuvor wurden bereits in zwei Stufen alle Öfen stillgelegt, die vor 1985 gebaut wurden. 

Von der Bundes-Immissionsschutzverordnung sind auch Öfen betroffen, die weniger alt sind aber dennoch den maximal erlaubten Grenzwert von 0,15 Gramm Feinstaub und vier Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter überschreiten. Diese können mit Hilfe von Feinstaubfiltern aufgerüstet werden. 

Ausnahmen werden für besondere Umstände gewährt – so zum Beispiel für historische Öfen, die bereits vor 1950 gebaut wurden genauso wie für Öfen, die als alleinige Heizquelle für Wohnungen dienen. 

Um die eigene Gesundheit bei einem gemütlichen Abend vor dem Kamin nicht zu strapazieren, können einige Faustregeln berücksichtigt werden. So sollte beispielsweise das Verbrennen von Papier vermieden werden – hier brennen Bindemittel und Druckerschwärze mit. Und nur wirklich trockenes Holz zu verbrennen kann die Feinstaubemissionen extrem verringern.

Mehr Infos zum Thema gibt es hier.