Panorama

Diese Gebäude machen sich Hoffnungen auf den Nachhaltigkeitspreis

Ein Bürogebäude mit Stampflehmfassade, ein urbanes Holzhaus oder eine Bücherei in einer alten Scheune: Die Finalisten des 12. Deutschen Nachhaltigkeitspreises sind nicht nur spannende Beispiele für umweltfreundliches Bauen, sie unterscheiden sich auch stark voneinander. Was genau macht die Bauten für die Jury so interessant?

Foto: DNP/Frank Fendler

Die drei Finalisten stehen fest und sie können noch viel mehr als Nachhaltigkeit. In einem zweistufigen Prozess wurden sie auf Grund ihrer Ästhetik und Innovationsleistung ausgewählt. Zunächst haben Expert*innen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) alle Bewerbungen gesichtet und Projekte nominiert, die daraufhin der Jury vorgelegt wurden. Das 20-köpfige Gremium mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft hat daraufhin die drei Finalisten ausgewählt und wird am 22. November im Rahmen der Preisverleihung in Düsseldorf den Sieger verkünden.

Die Alnatura Arbeitswelt

Mit im Rennen ist der Alnatura Campus in Darmstadt. Der moderne Bau ist ganz maßgeblich geprägt von einem althergebrachten Baustoff: Stampflehm. Es ist sogar das größte Bürogebäude in Europa, das eine Stampflehmfassade mit integrierter geothermischer Wandheizung besitzt. In einem ressourcenschonenden Bauprozess ist ein Gebäude entstanden, das sich in seine Umwelt einfügt und gleichzeitig seinem Zweck als Bürogebäude vollständig Rechnung trägt – so die Jury. 

Z8 Holzhaus in Leipzig-Lindenau

In Leipzig-Lindenau hat die Baugemeinschaft Z8 einen Holzbau auf einem ehemaligen Tankstellengrundstück errichtet in dem nun Gewerbeflächen und Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Die Jury ließ sich insbesondere mit der Adaption des herkömmlichen Holzbaus im urbanen Kontext überzeugen. Die privaten Bauleute verzichten auf Bauträgererlöse und setzten bei der Bauqualität und Gestaltung einen konsequent hohen Anspruch durch. 

Die Bücherei Kressbronn

Durch Sanierungsarbeiten an einer alten Scheune konnte im Ortskern von Kressbronn am Bodensee traditionelle Bausubstanz finalwürdig mit moderner Architektur verbunden werden. Nahtlos fügt sich die Optik der energetisch raffinierten Architektur in seine Umgebung. Stilistische Mittel gehen Hand in Hand mit den Ansprüchen an energetische Effizienz und dem Low-Tech-Ansatz. So dient das große Dach beispielweise dem Sonnenschutz – errichtet wurde es auf einem Sockelgeschoss aus Dämmbeton mit Holzständerwänden. Tradition und Innovation werden hier vorbildhaft verbunden.

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