PANORAMA

Senkung der Energiekosten an zweiter Stelle bei Sanierungsmotiven

Ein neues und modernes Bad ist nach wie vor das Hauptmotiv vieler sanierungswilliger Eigentümerinnen und Eigentümer. Doch schon an zweiter Stelle folgen Energiesparmaßnahmen wie der Austausch von Fenstern und Türen. Gleichzeitig zeigt der Sanierungsindex Desax: Die Modernisierung der Heizung ist hoch im Kurs.

Foto: Unsplash/Milivoj Kuhar

Der Winter kommt mit großen Schritten, doch diese Tatsache allein erklärt die große Nachfrage nach Heizungserneuerungen in Eigenheimen nicht. Im Vergleich zum Vorjahreswert (216) hat der Deutsche Sanierungsindex (DESAX) diesen September mit 253 Punkten deutlich zugelegt. Der von zwei Onlineportalen veröffentlichte DESAX gibt einen Überblick über die online gestellten Sanierungsanfragen. Neben den kälteren Temperaturen scheint es jedoch, dass auch die aktuellen Klimaschutzdebatten Eigentümer*innen dazu bewegen, sich mit dem eigenen CO2-Fußabdruck auseinanderzusetzen. Dafür spricht auch der im September gestiegene Indexwert für den Bereich Dach und Dämmung, der von im Vergleich zum Vorjahr von 114 auf 126 gestiegen ist.

Zukunftstrends in der Eigenheimsanierung

Die gestiegenen Zahlen aus dem DESAX decken sich mit Zahlen der Online-Umfrage LBS-Modernisierungstrends 2019. Laut diesem wollen 54 Prozent der Eigentümer*innen in den nächsten drei Jahren weiter in ihren Besitz investieren – auch wenn in der Vergangenheit bereits Sanierungsmaßnahmen stattgefunden haben. Während der am häufigsten genannte Modernisierungsgrund ein neues Bad ist, folgen auf den Plätzen zwei und drei die Senkung des Energieverbrauchs durch die Sanierung von Fenstern und Türen oder die Erneuerung von Heizungsanalagen wiederfinden. LBS-Chef Jörg Münning macht auch die niedrige Zinslage für das erhöhte Interesse in Sanierungen verantwortlich: „Wenn mit Sparzinsen nichts mehr zu verdienen ist, stecken Hausbesitzer das Geld lieber in die Senkung der Energiekosten – und erzielen so letztlich eine monatliche ‚Dämm-Rendite‘.“

Hürden abbauen für den Klimaschutz

Um einen noch größeren Anreiz für Eigentümer*innen zu schaffen, die Klimabilanz ihres Hauses zu verbessern, müssten allerdings auch bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt werden, so Münning. Hilfreich wäre auch die Möglichkeit persönliches Riester-Guthaben für energetische Sanierungsmaßnahmen einsetzen zu können. Nun gelte es, den Schwung der aktuellen Klimaschutzdebatte mitzunehmen und die Motivation für energetische Sanierungsmaßnahmen hoch zu halten.

Quellen:

Presseinformation der LBS

Meldung von EnBauSa