POLITIK

dena Energiewende-Kongress 2019: Neue Lösungen für dringende Fragen

Wie gelingt die Energiewende in Städten, Kommunen und Quartieren? Darüber wurde nicht nur diskutiert – mit dem Startschuss für das serielle Sanieren in Deutschland gab es auch eine ganz praktische Antwort.

Foto: dena

Rund 1.300 Entscheider*innen aus Forschung, Politik, Technologie, Unternehmen und Start-Ups hat der dena Energiewende-Kongress 2019 zusammengebracht. Unter dem Motto „Ein neuer Rahmen“ diskutierten sie am 25. und 26. November im bcc Berlin Congress Center, wie wir die Energiewende erreichen können – gerade auch im Gebäudesektor. Dabei war es nicht nur deshalb ein besonderer Kongress, so dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp, weil es bereits der zehnte seiner Art war, sondern weil zum Klimaschutz in diesem Jahr so viele drängende Fragen gestellt wurden wie selten zuvor.

Fridays for Future, aber auch der Anstieg der CO2-Emissionen, mehr SUVs und Flugverkehr – wie all das zusammenpasst, stellte auch dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann in einer Keynote zur Diskussion. Viele neue Lösungsansätze versprechen höhere Effizienz und Schnelligkeit. Doch welche Vorschläge tragen wirklich dazu bei, unsere Energie- und Klimaziele zu erreichen? Wichtig sei ein ganzheitlicher Ansatz, der die ganze Gesellschaft mitnimmt und die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen in der Bevölkerung erhöht, darüber waren sich die meisten Akteure einig. Wichtige Faktoren hierbei seien politische Partizipation, wirtschaftliche Teilhabe und der ganz konkrete Dialog vor Ort.

Start für serielles Sanieren in Deutschland

Warm, klimafreundlich und bezahlbar wohnen – dafür brauche es neue Ansätze und politische Rahmenbedingungen, so die Referenten des Panels zur Gebäudesanierung. Ein solcher Ansatz ist das sogenannte serielle Sanieren mit der Energiesprong-Technologie. Das erste flächendeckende Vorhaben in Deutschland – der erste „Volume Deal“ – wurde beim dena Energiewende-Kongress auf den Weg gebracht: Schon bald werden 11.635 Wohnungen für 25.000 Mieterinnen und Mieter seriell saniert. Ein anderer wichtiger Pfeiler seien Quartierslösungen, so Barbara Ettinger-Brinckmann von der Bundesarchitektenkammer Berlin, etwa Aufstockungen oder Umnutzung.

Dass Städte und Kommunen eine zentrale Rolle für Energiewende und Klimaschutz spielen, war dabei unstrittig. Schließlich werden hier rund 80 Prozent der globalen Treibhausgase emittiert. Den städtischen Räumen widmete sich dementsprechend das dena-Projekt Urbane Energiewende, dessen Abschlusskonferenz im Rahmen des Kongresses stattfand. Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sah hier viele Impulse für aktuelle Gesetzgebungsvorhaben, etwa beim Mieterstrom.

Wie gelingt die Energiewende?

Der wohl größten Herausforderung unserer Zeit widmeten sich an den beiden Kongresstagen zahlreiche Gespräche, Vorträge und Workshops in breiter thematischer Vielfalt, von Verkehrswende und Elektromobilität über langfristige Lieferverträge für grünen Strom bis zur Abstandsregelung für Windenergie. Wichtige Impulsgebende des dena Energiewende-Kongresses 2019 waren unter anderem Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz, Prof. em. Dr. Malte Faber von der Universität Heidelberg, Brigitte Knopf vom Mercator Research Institute, Bernd Ulrich von der ZEIT sowie Peter Unfried, Chefreporter der taz. Und auch herausragende Erfolge wurden wieder prämiert: Acht Unternehmen wurden mit dem Energy Efficiency Award 2019 ausgezeichnet.

Mehr Informationen und eine umfassende Rückschau zum dena Energiewende-Kongress 2019 unter: www.dena-kongress.de