PANORAMA

Wie sehr bedroht der Klimawandel ihr Haus?

Mit dem fortschreitenden Klimawandel häufen sich auch Extremwetterereignisse. Mithilfe des neues Tool des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) kann nun eingeschätzt werden, wie gefährdet die eigene Immobilie durch Stürme, Starkregen oder Brände ist.

Foto: Pixabay / jonathansautter

Sintflutartige Regenfälle, Hitzewellen, starke Unwetter und Hochwasser: Auch hierzulande sind solche Ereignisse keine Ausnahme mehr, denn der Klimawandel macht sich immer häufiger durch Extremwetterlagen bemerkbar. Doch damit nicht genug - Forscher*innen attestieren eine rasante Zunahme solcher Vorfälle für die Zukunft.

Individuelle Gefahrenabschätzung

Nicht nur die Natur leidet darunter, auch viele Gebäude nehmen durch die immer häufiger auftretenden Extremwetter Schaden. In Deutschland belaufen sich diese jedes Jahr bereits auf mehrere Milliarden Euro. Um solche Kosten in Zukunft zu vermeiden, empfiehlt es sich frühzeitige Maßnahmen – baulich oder versicherungstechnisch - zu ergreifen, um Gebäude wetterfest zu machen.
Wie groß und welcher Art die konkrete Gefahr ist, kann mithilfe des GIS-ImmoRisk Naturgefahren Tool errechnet werden. Je nachdem welche und wie viele Daten zum jeweiligen Standort verfügbar sind, kann eine qualitative oder quantitative Analyse der individuellen Gefahrenlage als Entscheidungsgrundlage für mögliche Maßnahmen dienen. Steckbriefe können sowohl für einzelne Gebäude als auch eine Auswahl mehrerer Immobilien erstellt werden.

Das GIS als Anpassungsstrategie

GIS ist ein geografisches Informationssystem, das u.a. auf Basis von Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes arbeitet und zunächst als vereinfachtes Pilotprojekt im Rahmen des Aktionsplans I (APAI) der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel gestartet wurde. Seit 2015 wurde die Datenmenge ausgeweitet und als Bestandteil des APA II das Geoinformationstool entwickelt. Nun ist dieses online für Eigentümer*innen und Kaufinteressierte zugänglich.

Hier können Sie auf das GIS-ImmoRisk Informationssystem zugreifen: https://www.gisimmorisknaturgefahren.de/