Politik

Solarförderung für erste Photovoltaik-Anlagen läuft 2021 ab

Zum 1. Januar 2021 endet für die ersten Solaranlagen die EEG-Einspeisevergütung. Trotzdem können kleinere Hausdachanlagen lukrativ weiterbetrieben werden - über Eigenverbrauch, die Nutzung von Batterien und den Verkauf überflüssigen Solarstroms.

Foto: Vivint Solar / Unsplash

Eigentümer*innen von Photovoltaik-Anlagen erhalten für den Strom, den sie ins öffentliche Stromnetz speisen, eine sogenannte Einspeisevergütung. Für Solarpanele, die zu Beginn der 2000er Jahre montiert wurden, endet diese auf 20 Jahre begrenzte Förderung nun zum 1. Januar 2021. Trotzdem gibt es für Solar-Pioniere gute Nachrichten: Mit einigen kleinen Umstellungen können die Hausdachanlagen auch ohne Fördergelder effektiv weiterbetrieben werden.

Solarstrom selbst verbrauchen

Vor allem, wenn selbst erzeugte Solarenergie und eigener Stromverbrauch in derselben Größenordnung liegen, lohnt es sich, den „Strom vom Dach“ einfach selbst zu nutzen. Häufig verbrauchen alleine schon Kühlschränke und andere Geräte, die dauerhaft Energie benötigen, 20-30 Prozent des erzeugten Stroms. Noch besser lässt sich die Solarenergie nutzen, wenn stromintensive Großgeräte wie Wasch- und Spülmaschinen nur in den sonnenreichen Mittagsstunden genutzt werden, wie der Verband Solar Cluster Baden-Württemberg empfiehlt.
Deutlich bequemer ist es natürlich, einen Batteriespeicher zu installieren, der die am Tag generierte Energie sammelt und auch in der Nacht nutzbar macht. Hier sollte aber noch einmal nachgerechnet werden, ob sich die Anschaffungskosten gegen die möglichen Einsparungen an herkömmlichem Strom rechnen. Bei anhaltend sinkenden Preisen für Stromspeicher würden diese aber definitiv eine Option für Betreiber*innen älterer Anlagen, so Solar Cluster BW.

Neue Möglichkeiten zum Stromverkauf

Während der Verkauf von selbst erzeugtem Strom an Direktvermarkter früher nur den Eigentümer*innen von größeren Photovoltaik-Anlagen möglich war, kann mittlerweile auch der Strom von Kleinstanlagen problemlos zu Geld gemacht werden. Verschiedene Start-Ups, aber auch klassische Energieunternehmen wie die EnBW kaufen Solarstrom von Privatleuten auf, teilweise schon in Kleinstmengen von einem Kilowatt.

 

Quelle: Presseinformation Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.