Politik

Steuerliche Absetzbarkeit und neue Fördermöglichkeiten: Was ändert sich?

Das neue Jahr bringt eine ganze Reihe Änderungen für die deutsche Förderlandschaft. Wir erklären die neue Steuerförderung von Sanierungsmaßnahmen und was sich für die Förderung von Heizungsanlagen und KfW-Effizienzhäusern ändert.

Foto: Christian Dubovan / Unsplash

Lange hat es gedauert, doch jetzt ist die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen endlich Gesetz. Eigentümer*innen von Häusern, die älter als zehn Jahre alt sind, können seit Januar Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz von ihrer Steuerlast absetzen.

Bis zu 20 Prozent der Kosten für Sanierungsmaßnahmen können über einen Zeitraum von drei Jahren abgesetzt werden: Sieben Prozent im ersten und zweiten Jahr und die restlichen sechs Prozent im dritten Jahr. Maximal kann eine Summe von bis zu 40.000 Euro von der Steuerlast abgezogen werden.

Steuerlich gefördert werden vor allem neue Fenster und Türen, Wärmedämmungen und klimafreundliche Heizungen. Das beinhaltet Heizungen auf Basis von erneuerbaren Energien und effiziente Gasheizungen, die mit Erneuerbaren kombiniert werden. Ölheizungen werden nicht mehr gefördert.

KfW-Bank erhöht Zuschüsse

Weitere Fördermöglichkeiten für Effizienzmaßnahmen gibt es bei der KfW-Bank. Diese hat seit Ende Januar ihre Tilgungs- und Investitionszuschüsse erhöht. Beide werden um 12,5 bzw. 10 Prozent erhöht und betragen nun maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten.

Eigentümer*innen, die nur einzelne Sanierungsmaßnahmen anvisieren, können Kosten bis zu 50.000 Euro fördern lassen. Eine Gesamtsanierung, bei der das Gebäude anschließend einen KfW-Effizienzhausstandard erreicht, wird neuerdings mit bis zu 120.000 Euro gefördert.

Heizungen bezuschusst nur noch das BAFA

Wer seine Heizungsanlage erneuern will, wird jedoch inzwischen bei der KfW-Bank nicht mehr fündig. Diese Maßnahme wird ab sofort nur noch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst. Zudem wird das bestehende Förderprogramm des BAFA deutlich vereinfacht.

Auch hier gilt: Für Ölheizungen gibt es keine Förderung mehr. Ähnlich wie bei der Steuerförderung werden auch Gasheizungen nur dann gefördert, wenn sie innerhalb von zwei Jahren mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Ein Grund mehr, sich für eine wirklich klimafreundliche Heizung zu entscheiden.

Die Höhe des Investitionszuschusses richtet sich beim BAFA nach der verbauten Heizungstechnologie:

•    35 Prozent für Biomasseanlagen oder Wärmepumpenanlagen
•    35 Prozent für Erneuerbare Energien Hybridheizungen (EE-Hybride)
•    30 Prozent für Solarkollektoranlagen
•    30 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit erneuerbarer Wärmeerzeugung
•    20 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit späterer Einbindung der erneuerbaren Wärmeerzeugung

Noch höher fällt die Förderung aus, wenn die neue Anlage eine alte Ölheizung ersetzt. In diesem Fall gibt es noch einmal zehn Prozent mehr Zuschuss.

 

Quellen:
Meldung des Fachportals Energieeffizientes Bauen und Sanieren (FEBS)
Pressemitteilung der KfW-Bank