Politik

Alte Holzfeuerungen müssen bald ersetzt werden

Hauseigentümer*innen müssen bis zum 31. Dezember 2020 überprüfen, ob ihr Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin auch in Zukunft die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Bei zu hohen Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissionen dürfen die Altanlagen nach 2020 nicht weiter betrieben werden.

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Alte Holzfeuerungen verströmen nicht nur wohlige Wärme, sondern leider auch große Mengen Kohlenmonoxid und Feinstaub. Um dem entgegenzuwirken, unterliegt der Neubau von Kaminen und Öfen seit 2015 strengen Auflagen: Die Heizanlagen dürfen maximal 0,15 Gramm Feinstaub und vier Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter Abgas ausstoßen.

Für Holzfeuerungen, die vor dem ersten Januar 1995 installiert wurden, galt bislang eine Schonfrist, welche mit Ablauf des Jahres endet: Hauseigentümer*innen müssen bis zum 31. Dezember 2020 nachweisen, dass ihre Einzelraumfeuerstätten den Auflagen entsprechen. Andernfalls ist für ihre Anlagen der Ofen aus.

Komplettaustausch lohnt sich mehr als Nachrüstung

Sind lediglich die Staubemissionen der Holzfeuerung zu hoch, können diese mithilfe eines Partikelfilters gesenkt werden. Übersteigen jedoch die Kohlenmonoxid-Emissionen den Grenzwert, hilft auch kein Filter mehr. Den Eigentümer*innen bleibt dann nur noch die Stilllegung.

Bei den meisten alten Kaminen und Öfen lohnt sich die Anschaffung einer neuen Anlage jedoch ohnehin mehr als einen Filter einzusetzen: Denn inklusive Einbau kostet ein solcher Filter ca. 1.500€ – genauso viel wie ein neuer Ofen.
Zusätzlich stoßen neue Anlagen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen aus und verbrauchen bis zu einem Drittel weniger Brennstoff. Die Investition in eine neue Holzfeuerung kommt also nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch dem eigenen Portemonnaie.

 

Quellen:

Presseinformation Zukunft Altbau