Politik

Energieausweise von 2010 laufen dieses Jahr ab

Seit 2007 verpflichtet die Energieeinsparverordnung (EnEV) zur Ausstellung von Energieausweisen zur Bewertung des energetischen Zustands von Bestandsgebäuden. Weil die Gültigkeitsdauer des Ausweises zehn Jahre beträgt, müssen Energieausweise mit dem Ausstellungsdatum 2010 dieses Jahr erneuert werden.

Foto: Michael Jarmoluk / pixabay

Energieausweise, die 2010 ausgestellt wurden, werden dieses Jahr ungültig. Die Ausweise, anhand derer der energetische Zustand von Gebäuden ermittelt und bescheinigt wird, sind nötig, wenn Häuser neu vermietet oder verkauft werden. Nur Eigentümer*innen, die ihr Haus selbst bewohnen, brauchen keinen Energieausweis.

Bestands- oder Verbrauchsausweis?

Bis auf einige Ausnahmefälle können Hauseigentümer*innen zwischen dem sogenannten Bestandsausweis und dem Verbrauchsausweis wählen. Ein Verbrauchsausweis wird durch die Verbrauchswerte für Heizen und Energie der vergangenen drei Jahre ermittelt und hängt somit stark vom Verhalten der bisherigen Bewohner*innen ab. Er ist allerdings auch leichter auszustellen, unter anderem auch von Energieversorgern und Messdienstleistern. In diesem Zusammenhang ist aber Vorsicht vor Angeboten im Internet geboten, da diese oft unzuverlässig sind und Käufer*innen rechtlich für Fehler verantwortlich gemacht werden können.

Der Bedarfsausweis hingegen ist unabhängig vom Verbrauch. Anhand einer technischen Analyse wird durch Fachleute der Energiebedarf des Gebäudes berechnet, dabei fließen unter anderem der bauliche Zustand und die Heiztechnik ein. Die dena empfiehlt vorwiegend den Bedarfsausweis, da dieser genauere Auskunft über den energetischen Zustand des Gebäudes und mögliche Sanierungsmaßnahmen gibt. Folglich ist für einen Bedarfsausweis aber auch mit höheren Kosten zu rechnen als bei einem Verbrauchsausweis.

Woher bekomme ich einen Bedarfsausweis?

Wer Bedarfsausweise ausstellen darf, ist genau geregelt. Laut EnEV umfasst das unter anderem Architekt*innen, Ingenieur*innen und Handwerker*innen mit spezieller Zusatzqualifikation und unter Umständen Gebäude-Energieberater*innen.

 

Weiterführende Informationen, u.a. zur Expertendatenbank der dena:
https://www.dena.de/themen-projekte/energieeffizienz/gebaeude/beraten-und-planen/energieausweis/


Mehr Informationen zur Ausweispflicht: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/energetische-sanierung/fuer-wen-ein-energieausweis-zur-immobilie-pflicht-ist-24054

 

Quellen:

Meldung Gebäude-Energieberater

Artikel Deutsche Handwerks Zeitung